26.4.2017 um 16:00 uhr

Malé, Malediven

Was für ein Tag! Wunderschön, traumhaft und fantastisch! Wir sind nach drei anstrengenden Seetagen endlich auf den Malediven angekommen. Mit unserem Kreuzfahrtschiff ging es an einigen kleinen Inseln vorbei bis zu Hauptstadt auf der Hauptinsel Malé. Natürlich war erstmal von den weißen Sandstränden nix zu sehen, aber wie die Sonnenstrahlen sich so im Wasser brachen und die Inselchen dazu; das hatte schon was für sich. Die Hauptstadt selbst entsprach allerdings so gar nicht dem typischen Bild, das man so von den Malediven im Kopf hat. Im Gegenteil! Sie ist von Ufer bis Ufer bebaut, einen Strand gibt es so gut wie nicht (nur einen kleinen künstlichen). Moderne Hochhäuser, Rohbauten und halb verkommene Ruinen ist das erste, was man sieht. Entäuschend. Man vergisst sehr leicht, das auf dem nur 1,7 Quadratkilometer Stück Land fast 80.000 Einwohner leben und dies damit die am dichtesten besiedelte Hauptstadt der Welt ist. Und der Verkehr, der natürlich hauptsächlich von Mopeds geprägt ist, ist schon recht heftig. Die anderen 1500 schönen Inseln mit den Stränden sind fast alle Privat und für uns somit nicht erreichbar. Trotzdem hatten Della und ich einen Ausflug geplant, der uns zumindest in die Nähe des klischeehaften Paradieses brachte. Wir waren schnorcheln! Nachdem wir fast unsere Gruppe verpassten, zum Glück holten wir sie an der Pier wieder ein, ging es auf ein Boot eines lokalen Führers zu einem nahen Riff. Dort gab es die Ausrüstung und wir sprangen direkt vom Boot aus ins Wasser, was herrlich warm war. Und da erlebten wir es, dieses Klischee. Türkisfarbenes Wasser, 15-20 Meter klare Sicht, tropische Fische und bunte Korallen. Wunderschön! Vorausschauend wie ich bin, hatte ich gestern noch eine Unterwasser Kamera gekauft; hoffentlich sind die Bilder was geworden! Es war wirklich traumhaft. Zurück bummelte wir noch etwas durch die Stadt, erstanden noch einige Souvenirs (Della Magneten und ich Tee aus Ceylon), dann gingen wir was essen. Es gab eine Touristen Karte und eine für Einheimische. Mutig bestellten wir Lokal Food. Das war sehr lecker, aber auch höllisch scharf! Schließlich ging es mit dem Tender zurück aufs Schiff, wir uns erstmal das Salz von der Haut spülen  mussten. Die Dusche tat so gut. Und nun bin ich glücklich, zufrieden und totmüde!

Malé, Malediven

22.4.2017 um 15:00 uhr

Langkawi, Malaysia

Inzwischen sind wir nun auf Langkawi, einer kleinen Insel an der Westküste von Malaysia. Sehr viel hat sie allerdings nicht zu bieten, eigentlich kann man hier nur einen Strandurlaub machen. Die Strände sind dafür aber auch echt schön. Sehr lang, ganz feiner weißer Sand, nicht zu sehr überlaufen und hie und da eine grüne Palme. Kommt man aber auf die parallel verlaufende Straße, sieht es ganz anders aus. Touristenshops mit den üblichen T-Shirts und allerlei Klimbim und diverse Staubfänger. Da haben wir uns weitgehend von fern gehalten. Ach so, ich war wieder mal mit Della unterwegs. Und diesmal musste ich sie gar nicht so sehr überreden, sich Mal eine kleine Auszeit zu nehmen. Wir hatten sogar überlegt, Baden zu gehen, bei 31°C Wassertemperatur. Allerdings hat sie ihren Bikini vergessen… Zu blöd! Aber es war trotzdem ein sehr schöner Nachmittag am Strand von Pantai Cenang.. Sehr entspannend, beruhigend und relaxed. Eine Kleinigkeit essen waren wir auch noch und ein Eiskaffee gab es obendrein. Herz, was willst du mehr? (Okay, die Hitze ist schon etwas extrem, aber am Strand ging es eigentlich, wenn die Füße so durch das Wasser platschen.) Jedenfalls hat es Spaß gemacht und nun sind wir wieder erholt und bereit für einen neuen Tag bzw den Abend.

Mit Della am Strand von Langkawi, Malaysia

20.4.2017 um 14:30 uhr

Singapur zum letzten Mal

Nun komme ich endlich mal wieder zum schreiben. Die letzten Tage waren echt anstrengend, die Nächte ziemlich kurz und so blieb nur wenig Zeit. Gestern nun sind meine Eltern nach einem langen und sehr schönen Urlaub wieder heim gefahren bzw geflogen und ich bleibe noch für eine Reise an Bord. Obwohl ich ziemlich müde war, wie gesagt die letzten Nächte waren echt nicht lang, sind wir doch noch mal am Nachmittag in die Stadt gefahren. Sehr viel Zeit konnte ich eh nicht mit ihnen verbringen, da ich ja immer noch am Arbeiten war. Sowohl die Reise zuvor als auch die letzte Reise war recht heftig, also wir hatten wirklich richtig gut zu tun. Da blieb nicht viel Zeit. Aber gestern sind wir halt noch mal los und zwar zum Flower Dome an der Marina Bay und zu den Gardens by the bay. Es war ziemlich warm, fast schon heiß, aber im Dome angenehm kühl. Bei meinen ersten Besuchen hier in Singapur war ich bereits mit Janina im ersten Dome, wo der riesige Wasserfall drinnen steht. Nun im Flower Dome gab es sogar eine extra Ausstellung von Tulpen. Also in dem Dome sind halt alle möglichen Pflanzen, Bäume und Palmen nach Regionen zu sehen. Und nun zur Tulpen Zeit halt auch diese. Ein Duft, die Farben, fantastische Formen und kuriose Skulpturen überall! Es wurden Gemälde von Van Gogh mit blühenden Tulpen dargestellt, knapp 10 x 10 Meter groß! Es war schon wirklich toll! Dazu spielte im Hintergrund leise klassische Musik zum Entspannen. Genial! Und um die Sinne wieder zu beruhigen spazierten wir noch unter den big trees, den großen künstlichen Bäumen umher und fuhren auch noch mal in die Höhe. Man kann nämlich über eine Brücke auch in luftiger Höhe die Aussicht genießen und hat einen herrlichen Blick über Singapur. Es ist echt schwer zu beschreiben, man muss es einfach mal gesehen haben. Nach dem Vertrag werde ich wie immer einige Fotos und Videos einstellen, dann ist meine Begeisterung sicher besser zu verstehen. Nur die Auswahl wird mir wieder schwer fallen, denn es sind jetzt schon wieder über 3500 Fotos entstanden. Also etwas Geduld bitte! Oder schon mal bei mir auf Facebook vorbei schauen, da sind schon welche…

Gardens by the bay, Singapur

12.4.2017 um 12:15 uhr

Halong Bay, Vietnam

Wieder ein neuer Hafen, wieder ein Erst-Anlauf für AIDA. Leider diesmal ziemlich enttäuschend. Wir haben China verlassen und sind nun in Vietnam. Die Halong Bay im Norden von Vietnam gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist landschaftlich wirklich sehr schön. Eine Fahrt durch ein Labyrinth von Kalksteinfelsen, die zu Hunderten (genauer gesagt sind  s es circa 1500) hie und da aus dem Wasser ragen. Manche groß und größer, manche klein und kaum der Rede wert. Wenn, tja wenn man sie denn sehen könnte. Wir haben heute das Pech, dass uns das Wetter einen großen Strich durch die Rechnung macht. Es ist trüb, regnerisch und tiefe Wolken lassen die Inseln im Nebel verschwinden. Das Wasser ist grau und wenig einladend. Dabei ist „die Bucht des untertauchenden Drachens“ mit langen weißen Stränden eigentlich traumhaft schön. Selbst James Bond war schon hier. Leider müssen wir auch tendern, wir kommen einfach nicht nahe genug an die Inseln heran. Vom Schiff aus kann man in der Städtchen Cai Lan einen ziemlich großen Vergnügungspark mit Achterbahn und riesiges Riesenrad ausmachen. Alles so kleine Dinge, die mich jetzt nicht wirklich an das Ufer treiben. Obwohl ich ja normalerweise recht gerne auf Entdeckungstour gehe. Aber ich bin auch noch müde von der letzten Nacht, denn wir hatten nach langer Zeit mal wieder eine Haifischbar. Das war schön, auch wenn die Stimmung nicht so ausgelassen war. Aber wir hatten unseren Spaß. Da die Sonne heute nun offensichtlich wenig Chancen hat, lege ich mich lieber noch etwas aufs Ohr.

Cai Lan, Halong Bay, Vietnam

10.4.2017 um 17:45 uhr

Hong Kong, China

Nach einigen anstrengenden Tagen habe ich es nun sogar noch einmal an Land geschafft. Wir sind ja mittlerweile auf der Rückfahrt nach Singapur und liegen gerade in Hong Kong. Also habe ich die Zeit genutzt, meine neue Kollegin Della noch überredet, und wir sind zusammen raus. Wie immer hatten wir nicht allzuviel Zeit, erwischten jedoch schnell ein Taxi mit Englisch sprechenden Fahrer und besuchten einen Tempel. Mal wieder. Diesmal allerdings einen daoistisch – taoistischen Tempel. Inmitten von Wolkenkratzern! Eigentlich eine ganze Anlage inklusive verwinkelten Garten, Bonsais und Koi Karpfen. Wie immer waren wir völlig überwältigt von den filigranen Schnitzereien, den exotischen Skulpturen von Löwen und chinesischen Drachen und dem allgegenwärtigem Rot sowie dem Weihrauch​ und den Duftstäbchen. Aber es war toll! Eigentlich wollten wir noch einen weiteren Tempel besuchen, allerdings war der auch weiter weg, wie uns eine Einheimische erklärte. Hong Kong ist eine so große Stadt,, das ein Nachmittag definitiv mal nicht ausreicht. Also gingen wir in die nächste riesige Shopping Mall, fanden eine nette Sushi Bar und ließen alle Sorgen und auch die Aida, wo sie waren. Eine Auszeit, wie wir sie besser nicht haben konnten. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, mal runter vom Schiff, den Kopf etwas frei zu bekommen und mal an was ganz anderes zu denken. Heute Abend steht nur noch das Auslaufen an, bevor wir China schließlich verlassen und die nächste Station ansteuern, nämlich Vietnam.

Sik Sik Yuen Wong Tai Sin Tempel in Hong Kong

6.4.2017 um 14:30 uhr

Naja, Okinawa, Japan

Nachdem wir nun nach drei Tagen das zunehmend kühlere Shanghai verlassen haben, sind wir zurück in Japan auf Okinawa, einer kleinen Insel irgendwo im Süd-chinesischem Meer. Das gute ist, es wird wieder wärmer. Die Insel selbst war ein ehemaliges Königreich, deren Burg noch heute steht bzw. deren Gebäude sämtlich restauriert würden. Hie und da steht auch noch ein buddhistischer oder ein Shinto- Schrein. Ansonsten ist die Hafenstadt Naha ziemlich modern und gemessen an der Insel auch recht groß. Der große Vorteil aber ist, anders als in China, hier sind viele Begriffe, Schilder und Strassennamen sowohl auf japanisch als auch auf englich ausgeschrieben. Die Burg haben wir besucht, wenn wir auch nicht drinnen waren, dafür besuchten wir in der Stadt noch einen Shinto-Schrein, recht alt, und einen Supermarkt, recht neu. Hier fand ich endlich den berühmten Macha Tee, das grüne japanische Teepulver. Jetzt kann ich nach Hause fahren, ich hab alles!

Naja, also nach drei Jahren und entlichen Anläufen hat es nun endlich mal geklappt, dass meine Eltern an Bord kommen, während ich hier noch arbeite. Sie haben den langen Weg nach China und die umständliche Einreiseprozedur auf sich genommen, um nun mit mir zurück nach Singapur zu fahren. Nun sehen sie mal endlich, dass ich hier nicht nur Party machen, sondern auch viel arbeite und wenig schlafe. Natürlich versuchen wir etwas Zeit zusammen zu verbringen. So wie heute, aber sie unternehmen auch viel allein. Und an Bord profitieren sie natürlich gelegentlich von ihrem Sohn….            Nicht mehr lange, und wir legen ab Richtung Ishigaki, wo wir bereits vor einigen Tagen waren. Auch da gehen wir noch mal zusammen raus. Schließlich kann ich dann den Fremdenführer spielen.

Naminoue-gu Schrein, Naha, Okinawa, Japan

2.4.2017 um 18:00 uhr

Shanghai, China

Endlich sind wir am Ziel unserer Reise angelangt. Ein langer Weg war es bis hierher. (Ab jetzt geht es langsam aber stetig immer Richtung Heimat!) Als das Schiff endlich dann auch für die Crew freigegeben wurde, war es bereits nach Mittag, und somit blieb nicht mehr wirklich viel Zeit. Aber natürlich habe ich versucht, mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Und ich muss sagen, ich bin mal wieder erschlagen von der Stadt. Nicht nur, weil es eine der größten Städte Chinas ist (mit knapp 30 Millionen Einwohnern), sondern auch, weil man sich ganz schnell ziemlich verloren vorkommt. Die Einfahrt in die City war schon ziemlich spektakulär, auch wenn ich nur wenig davon mitbekommen habe. Und ich bin extra früher aufgestanden deswegen! Die Skyline ist atemberaubend und erinnert ganz stark an Manhattan. Wir liegen direkt gegenüber dem dreifüßigem Fernsehturm, dem Wahrzeichen von Shanghai. Die Skyline liegt in voller Breite vor uns. Jedenfalls bin ich nach der Zeremonie der Plaketten Übergabe dann endlich von Bord gekommen. Eigentlich hatte ich mir einen Plan zurecht gelegt, wo ich hin will und wo ich dazu lang muss. Leider hat mich mein Google im Stich gelassen und völlig verwirrt. Außerdem waren die Entfernungen doch erheblich größer als gedacht. Also habe ich nur die große Einkaufsmeile gesehen und von weitem einige Gebäude, wie das Theater oder eines der vielen Museen. Außerdem war ich Geld wechseln, was extrem lange gedauert hat. Irgendwann gönnte ich mir noch einen Kaffee, bevor ich den langen Weg zurück antrat. Dafür wollte ich eigentlich ein Taxi nehmen, aber mich hat kein Mensch verstanden. Niemand sprach Englisch. Auch wenn gefühlte Millionen Menschen unterwegs waren, ein riesiges Gedränge herrschte, bunte Werbung überall leuchtete, Musik durch die Straßen schallte, Hupkonzerte gegeben wurde und man ständig irgendwem ausweichen müsste, verstehen könnte man nix. Und die chinesische Schrift ist einfach nicht zu deuten. Der Times Square ist bei weitem nicht so stressig, wie hier die Innenstadt! Jetzt jedenfalls bin ich etwas müde, muss allerdings noch bis Mitternacht arbeiten und morgen um 4:30 Uhr wieder anfangen. Aber meine Eltern kommen morgen an Bord!

Shanghai, China

31.3.2017 um 16:00 uhr

Ishigaki, Japan

Ein kleiner Traum hat sich heute erfüllt, und trotzdem bin ich ein wenig entäuscht. Ich habe zwar nun endlich Japan besucht, und zwar die südlichste Stadt des japanischen Kaiserreiches, allerdings erscheint Ishigaki doch sehr nüchtern, den es besteht wohl hauptsächlich aus Betonbauten, die kaum noch etwas japanisches Flair ausstrahlen. Abgesehen von den japanischen Beschriftungen und der Werbung könnten diese Häuser auch überall auf der Welt stehen. Vielleicht bin ich einfach zu optimistisch oder am falschen Ende des Landes gewesen. Hie und da steht noch ein Schrein oder ein kleiner Tempel, vorherrschend sind hier in Hafennähe aber duzende Souveniershops und Bars und Kneipen. Man muss schon sehr genau hinschauen, um die kleinen besonderen Details zu erkennen, die sich lohnen, fotografiert zu werden. Immerhin habe ich meinen Tee gefunden und noch zwei teure T-Shirts drauf gelegt. Das dumme hier in Japan und auch in China ist ja, dass m rein gar nix versteht, was so geschrieben steht. Sei es Verpackungen oder Straßenschilder. Man steht davor, wie der Ochs vor’m Tor! Nur wenige Einheimische sprechen Englisch, also ist man quasi „Lost in Translation“ (einer meiner Lieblingsfilme!) Dafür ist das Wetter entgegen der Voraussage echt gut. Die Sonne scheint, es ist sehr warm und man kommt schon Mal ins schwitzen. Wobei ich nicht sicher bin, ob das nun am Wetter liegt oder an den Verständigungschwierigkeiten. Aber soweit ist sonst alles gut. Ein großes Dankeschön noch an alle, die heute an mich gedacht haben!

Ishigaki, Japan

30.3.2017 um 15:00 uhr

Keelung, Taiwan

Da sind wir also nun auf Taiwan. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Taiwan nun bereits als eigenständiges Land gilt oder noch zu China zählt. Es scheint, als wird es durch China verwaltet, repräsentiert sich aber als Taiwan, also als eigenständiges Land selbst. Jedenfalls bin ich heute etwas hier in der Stadt herum geschlendert, da so ziemlich alles Sehenswerte ganz gut zu Fuß erreichbar ist. Zuerst ging es hoch hinaus auf einen Berg, denn über Keelung steht eine riesige weiße Statue von Kuan Yin, die buddhistischen Göttin der Barmherzigkeit. Mit nur 25 Metern Höhe ist sie trotzdem die größte Göttinnen Statue in ganz Südostasien. Außerdem wird sie umgeben von einem Park und mehreren Tempeln und Andachtsstätten. Sämtliche Tempel besitzen große Götterfiguren, die natürlich tolle Fotomotive abgeben. Ich denke, ich habe sie alle erwischt. Der Aufstieg auf den Berg ist schon etwas beschwerlich, aber man wird auch mit einem tollen Blick über den Hafen belohnt. Wir liegen nämlich auch hier sehr nah am Zentrum, quasi mitten in der Stadt. Wieder zurück in der geschäftigen Stadt nahe dem Hafen bin ich einfach kreuz und quer durch die Straßen und Gassen gelaufen, eigentlich auf der Suche nach Souveniershops und grünem Tee. Normalerweise wird man ja von billigem Tand überschwemmt, hier jedoch nicht. Die Taiwanesen sind wohl noch nicht ganz auf den Tourismus eingestellt. Jedenfalls habe ich erst später vor dem Schiff in provisorisch aufgebauten Zelten einige Souvenirs und Tee gefunden. Okay, Tee habe dann doch gekauft. Aber ich spekuliere ja noch auf Tee aus Shanghai und Japan! Auf jeden Fall ist es ganz nett hier, wenn auch viele Häuser echt renovierungsbedürftig aussehen. Was auffällt ist, dass es wahnsinnig viele Street Food Garküchen gibt. Obwohl ich schon Appetit hatte, hab ich es mir doch verkniffen, von den gesottenen Hühnerbeinen zu kosten. Ist nicht so mein Fall.

Jilongzhongzheng Park in Keelung, Taiwan

28.3.2017 um 23:59 uhr

Hongkong, China

Was für eine Stadt! Ich bin noch völlig geplättet! Aber mal der Reihe nach. Pünktlich 18:00 Uhr haben wir gestern Abend an der Pier angelegt. Zum Einlaufen hatten wir noch einen Empfang mit Champagner und Canapees auf dem Oberdeck. Und das war wirklich großartig, da wir zwischen der eigentlichen Insel Hongkong und dem Festland Kowloon quasi mitten in die Stadt eingefahren sind. Wolkenkratzer auf 360° rundum! Ein unbeschreiblicher Anblick. Es war fast ebenso spektakulär, wie das Einlaufen von New York. Dann gab es kein Halten mehr und alles, was konnte, ging von Bord. Ich hab mir eine Stunde später mal den Spaß gemacht und recherchiert, wieviele Gäste überhaupt noch an Bord waren. Nur noch 120! Und nur 50 von ihnen waren in sämtlichen Restaurants. Wenig später ging dann auch die Crew von Bord. Zumindest die, die durften. Ich gehörte zu den Auserwählten, die … an Bord blieben. Dafür ging es heute direkt nach dem Frühstück raus. Wir waren erst sieben Leute, am Ende nur noch drei. Irgendwie haben wir immer mal wen verloren in dem Grosstadtdschungel. Als erstes ging es zur Südspitze vom Festland zur Avenue of Stars. Leider ein kleiner Reinfall, denn der Weg, ähnlich dem Walk of Fame, wurde gerade umgebaut. Einige Handabdrücke und Skulpturen haben wir zwar noch entdecken können, allerdings waren dies alles asiatische Stars. Nur Bruce Lee haben wir erkannt. Dann ging es zum Sky 100, dem höchsten Gebäude der Metropole. Von quasi 0 auf 100(. Etage) in 60 Sekunden auf 393m! Eine rasante Fahrt in den Himmel! Die Aussicht war dann auch ziemlich genial, auch wenn es leider etwas diesig war. Der Smog scheint hier auch allgegenwärtig zu sein. Ist ja ein alten Problem der chinesischen Großstädte. Jedenfalls hat es sich durchaus gelohnt. Wieder auf dem Boden der Tatsachen, wussten wir nicht so recht, wohin und vor allem wo lang. Und als wir es dann wussten, war es nicht so einfach, einen Englisch sprechenden Taxifahrer zu finden. Dabei war Hongkong doch bis vor 20 Jahren noch englische „Kolonie“! Schließlich klappte es doch noch und wir fuhren auf die Insel, genauer gesagt auf den Piek, den höchsten Berg von Hongkong. (Das erinnerte mich ganz stark an das Buch Tai Pan von James Clavell, der darin die Anfänge der Besiedelung Hongkongs beschrieb. Sehr empfehlenswert!) Jedenfalls war dort eines der Hard Rock Cafés der Stadt, wo ich selbstverständlich neben einem fetten Burger auch mein T-Shirt erstand. Die Sammlung wird wirklich immer umfangreicher! Die Taxifahrt war übrigens auch sehr beeindruckend, denn es ging über einen Tunnel unter dem Victoria Harbour, dem Hafen, hindurch. Vorbei an riesigen Wolkenkratzern, hin und wieder Grünanlagen und unzähligen hoch gebauten Fußgängerwegen. Die sind also oft nicht neben der Straße, wie üblich, sondern in etwa 5 Metern Höhe. Die Stadt ist einfach so eng bebaut, das man eher in die Höhe baute. Selbst an den Bussen sieht man das. Denn die sehen aus, wie der „fahrende Ritter“ aus Harry Potter. Schmal und hoch. Auch mittels Erdaufschüttung wird immer mehr Land gewonnen. Teils sieht man den Häusern ihr Alter an, teils sind sie hypermodern. Aber alles halt sehr riesig. Wie gesagt, ich fühle mich förmlich erschlagen. Ganz ehrlich, New York gefällt mir da besser. Nun bin ich jedenfalls ziemlich kaputt und hundemüde. Übermorgen sind wir dann schon in Taiwan… Es geht Schlag auf Schlag! Allerdings wird es auch immer frischer. Tagsüber war es noch angenehm warm, abends braucht man schon mal eine Jacke. Und … jetzt hab ich auch noch Hongkong Dollar in der Tasche! Wie vermisse ich den Euro! Einfach in zwei Dutzend Länder reisen und immer mit Euro zahlen. Das klappt hier nicht mehr! Mittlerweile schleppe ich hier sechs verschiedene Währungen mit mir herum. Auf Dauer ist das nicht sooooo toll!

Sky 100, Hongkong, China

An Bord von AIDA

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