21.1.2017 um 13:30 uhr

Sihanoukville, Kambodscha

Schon wieder erlebe ich einen Nachmittag, an dem ich so richtig die Seele baumeln lassen kann. Ich sitze gerade am Independence Beach in Sihanoukville, oder auch eingedeutscht Schnuckiville wie wir sagen, höre das Meer rauschen und trinke kühle Milch aus einer riesigen Kokosnuss. Was kann es schöneres geben? Es ist so angenehm, durch die Brandung zu schlendern, wahrend warmes, klares Wasser die Beine umspült, die Füße sich in den Sand graben und die Gischt die Hosenbeine nässt. Es ist warm, die Sonne scheint, und alle Sorgen sind weit, weit weg. Nur der Augenblick zählt!

Direkt nach unserer Seenotrettungsübung bin ich an Land und wollte mir mal eben Kambodscha ansehen. Schon im Hafen Shuttle machte ich einen Deal mit einem Tuktuk Fahrer, der mich ein wenig rum fuhr. Erst ging es zu den Tempelanlagen Koh Pos und Koh Tas, die ziemlich groß waren und viele verschiedene Tempel aufwiesen. Alle scheinen dem Theravada Buddhismus geweiht zu sein, dem der Großteil der Bevölkerung angehört. Alle sind sehr prächtig anzuschauen und stellen Buddha in duzenden verschiedenen Erscheinungsformen dar. Mal als Alter Mann, als zorniger Gott, als gütiger Weiser oder auch als verschiedene Tierfiguren. Überall sind auch Skulpturen grimmiger  Tiger, asiatischer Drachen und giftiger Schlangen zu sehen. Kleine betenden Buddhas bewachen die Tempel und halbnackte Frauenfiguren tragen die Dächer. Und alles scheint über und über mit Gold überzogen zu sein. Ein wirklich prachtvoller Anblick.

Die Tage sind nach wie vor anstrengend, wobei ich weniger die ServiceArbeit an sich meine, als vielmehr die Arbeit, ein Team zu bilden, zusammen zu halten und auf All die kleinen und großen Wehwehchen jedes einzelnen einzugehen. Aber mit Hilfe von guten Freunden und Kollegen schaffen wir das schon. Tatsächlich wird mir Janina dabei immer wichtiger und wächst mir immer mehr ans Herz. Doch das nur nebenbei.

Tempel Koh Pos in Sihanoukville, Kambodscha

19.1.2017 um 15:00 uhr

Phu My, Vietnam

Heute hatte ich doch zum ersten Mal, seit dem ersten Vertrag, ein Gespräch zur Zwischen Beurteilung. Einen besonderen Grund gab es nicht. Im Gegenteil, eigentlich fiel sie im großen und ganzen ganz gut aus. Es gibt natürlich einige Punkte, die ich verbessern kann. Aber auch einige Punkte, die ich bereits recht gut schaffe. Eigentlich bin ich ganz zufrieden damit. Sehr große Bedeutung messe ich dem eh nicht bei, denn seit Jahren steht im allgemeinen das selbe drin. Aber wie gesagt, ganz gut soweit.
Nun wollte ich aber auch endlich mal etwas von Vietnam sehen. Dummerweise liegen wir sehr weit von jeglicher Besiedelung weg, irgendwo in einem Containerhafen. Trotzdem bin ich los, und habe erstmal 15 Minuten gebraucht, um zur nächsten Hauptstraße zu kommen. Dort traf ich einige Einheimische, von denen einer mich auf seinem Moped zur nächsten Stadt nach Phu My mitnahm. Hier sitze ich nun vor einem großen Frischemarkt, deren Gerüche von Zeit zu Zeit über mich hinweg wabern. Ich rieche Staub, Blumen, süße Früchte, verdorbenes Obst, stinkenden Fisch und Dreck. Manchmal auch alles durcheinander. Ich habe eine kleine Runde in der näheren Umgebung gedreht und stieß tatsächlich auch auf eine Kirche! Eine richtige echte Kirche. Recht schlicht in der Einrichtung, aber aus edlen Materialien erbaut. Und Recht modern.

Die Fahrt dauerte gute 30 Minut hierher. Vorbei an vielen kleinen und größeren Geschäften, Shops, kleinen Tempeln und auch an zwei Friedhöfen vorbei. Immer entlang einer großen Hauptstraße mit gutem Verkehr. Aber mein Fahrzeug ist ziemlich neu und der Fahrer sicher. Und es gibt wirklich abenteuerliche und kuriose Fortbewegungsmittel auf den Straßen. Die Shops selbst sind allerdings recht herunter gekommen und wirken und mich Westeuropäer nicht sehr Vertrauen erweckend. Für die hiesigen Verhältnisse scheinen sie aber ganz gut zu laufen. Auf dem Rückweg sind die sozialen Unterschiede aber gut und schnell zu merken, je nach dem, wie schnell man unterwegs ist. Von ganz ansehnlichen Häusern und Wohnungen bis hin zur Hängematte auf offener Straße ist quasi alles dabei. Interessant zu sehen, wäre aber sicher eine Großstadt, wie Saigon. Doch ob das nochmal klappt?

Unterwegs in Phu My, Vietnam

16.1.2017 um 16:30 uhr

Kuala Lumpur

Welcome Back to Kuala Lumpur! Vor zwei Jahren hatte ich den Crew Ausflug mitgemacht, und jetzt hat es wieder geklappt. Es war wirklich toll, noch einmal die Chance bekommen zu haben, diese große Stadt noch mal zu besuchen. Wir sind diesmal mit zwei Bussen für die Crew losgefahren, so groß war das Interesse der Crew an der Fahrt. Einiges hatte ich ja beim letzten Mal schon gesehen, daher wollte ich nun gezielt diese Punkte anlaufen, die ich noch nicht kannte. Startpunkt waren diesmal die Petronas Twin Towers. Die kannte ich bisher nur von weitem, heute war ich drin. Allerdings nur bis zur zweiten Etage, und nicht bis zum 64. Stock, wo die Brücke beide Turme verbindet. Dann ging es erstmal mit zwei Kollegen von den Towers aus Richtung City, Innenstadt zum Hard Rock Café und holte mir mein obligatorisches T-Shirt. Sammlung vervollständigt! Dann schon trennten sich unsere Wege, denn ich wollte weiter in den Süden zum Central Marked. Und die Petalang Street mit dem chinesischen Viertel liegt gleich daneben. Beides kannte ich auch schon. Diesmal gönnte ich mir aber kein Fisch Spa. Dafür war die Zeit nicht da. Weiter ging es zum Platz der Unabhängigkeit mit dem größten Fahnenmast der Welt. 100 Meter! Würde da oben keine Flagge Wehen, wäre kein Ende abzusehen. Am alten Hauptbahn im maurischen Stil vorbei eilte ich zur Nationalmoschee. Eine super moderne Moschee, die architektonisch richtig was her macht, aber leider gerade für Ungläubige geschlossen hatte. Überhaupt bin ich an so vielen großen und großartigen Gebäuden vorbei gekommen, die alle so unterschiedliche und unbeschreibliche Baustile vereinen. Wirklich toll. Allein deswegen hat sich die Fahrt schon gelohnt. Unterwegs machte ich noch kurz Rast an einem Imbiss und bestellte mir einen Mangosaft (den ich kannte) und eine Mushroom Roll (die ich nicht kannte). Der Mangosaft war gut und erfrischend. Die Rolle war eigentlich ein Pfannkuchen mit Füllung. Pilze hatte ich erwartet. Zwiebel Curry Rolle wäre treffender gewesen. Aber geschmeckt hat es trotzdem! Die Zeit zur Rückkehr kam viel zu schnell. Aber ich musste ja pünktlich sein, wollte ich nicht ein Taxi auf eigene Kosten zurück nach Port Klang nehmen. Das wäre sehr teuer geworden. Und außerdem lockten noch die Shopping Levels in den Towers. Sämtliche, wirklich alle!, großen Designer und Modellabels der westlichen Welt waren hier auf fünf Etagen vertreten. Von Abercrombie bis Zara. Und ich fand auch meinen geliebten und lang vermissten Guess Store! Ich also rein, endlich nach langer Zeit eine kurze Hose gefunden, T-Shirt dazu und ab zum Treffpunkt zurück. Und nun sitze ich im Bus, bin völlig fertig, denn ich hatte noch den frühen Frühdienst und hoffe mal, das wir pünktlich zurück kommen und es heute Abend nicht so stressig wird. (Aber ablegen werden wir schon nicht vor der Zeit, der Kapitän sitzt im Bus hinter mir! Der muss schließlich mit!)

Petronas Twin Towers, Kuala Lumpur, Malaysia

15.1.2017 um 15:30 uhr

Penang, Malaysia

Heute war ich mal wieder an Land und in Begleitung. Janina kam endlich auch mal wieder mit und so bummelten wir für etwa zwei Stunden kreuz und quer durch die kleine Hauptstadt Georgetown. Penang ist ja nur eine kleine Insel vor der westlichen Küste von Malaysia. Allerdings mussten wir heute tendern, denn da hat sich doch tatsächlich ein anderer riesiger Pott an unsere Pier gelegt! Aber es dauerte nur knapp 10 min. Die Sonne ballerte mal wieder vom Himmel und es wurde fürchterlich heiß. Wir sind also quer durch die City inklusive dem chinesischen Viertel, wo ich tatsächlich einen wirklich beeindruckenden kleinen Tempel entdeckt habe. Natürlich ganz klassisch mit roten Papier Lampions und viel Weihrauch. Allein die Außenfassade war über und über mit kleinen eingesetzten Skulpturen bedeckt, die in die Wand eingelassen waren. Wirklich sehr schön anzusehen. Doch da heute Sonntag ist, hatten nicht viele Geschäfte auf, allerdings war der Verkehr für einen Sonntag recht ordentlich. Nebenbei schlürften wir noch eine frische Kokosnuss und ließen sämtliche buddhistische und hinduistische Götter mal beiseite, und genossen einfach nur den kühlen Wind, die heiße Sonne und unsere kurze freie Zeit zusammen. Es tat gut, mal so an gar nix zu denken. Zumindest nicht ständig an die Arbeit zu denken. Die letzten Tage waren doch recht anstrengend gewesen. Nicht unbedingt körperliche Arbeit, aber doch viel Kopfarbeit. Das schlaucht genauso!

Morgen geht’s nach Kuala Lumpur. Auf einen Crew Ausflug! Ich freue mich schon riesig! Mal sehen, vielleicht komm ich ja wieder an einem Fisch Spa vorbei?!

Chinesisches Viertel in Georgetown auf Penang in Malaysia

12.1.2017 um 2:00 uhr

Singapur, Overnight

Wir sind mal wieder umgeroutet worden. Auf Koh Samui wütete ein schwerer Sturm, und nun liegen wir halt wieder über Nacht in Singapur. Aber heute habe ich meine Chance genutzt und bin raus. Auch wenn ich dafür die Nacht zum Tag machen muss. Das ist es mir wert! Und es hat sich wahrlich gelohnt. Während ich am Taxistand wartete, traf ich einen Kollegen, mit dem ich mich kurzerhand zusammen schloss und mit ihm los zog. Zuerst zum berühmten Merlion, dem Wahrzeichen von Singapur. Einer Skulptur von einem Löwen mit Fischschwanz, der Wasser in die Bucht speit. Rings herum die Skyline von Singapur, eine atemberaubende Bild! Es erinnerte ein wenig an Miami oder New York. Die Lichter der Großstadt. Und direkt gegenüber das Marina Bay Sands Hotel. Einfach toll! Weiter ging es zu den Gardens by the bay, deren riesige Bäume mystisch in blau und grün beleuchtet wurden. Irgendwie erinnert es mich stets an James Camerons Avatar. Absolut toll! Was für eine Stimmung! Zuletzt sah ich ja den Weihnachtsmarkt darunter. Jetzt kommt allerdings die Wärme, die noch immer herrscht, viel besser zur Geltung. Immerhin ist es tatsächlich bereits kurz nach 2:00 Uhr in der Nacht und noch immer herrschen hier an die 26°C.  Aber damit noch nicht genug. Ein weiteres Highlight wollten wir noch besuchen. Das Raffles Hotel, wo der Cocktail Singapur Sling erfunden wurde. Das Hotel haben wir gefunden, und wir waren auch drin. Leider zu spät, denn sie hatten schon geschlossen. Schade. Den wirklichen, echten Singapur Sling konnte ich leider nicht probieren. Aber gegenüber hatte noch eine Bar offen, wo wir kurz einkehren. Und da war es wieder. Dieses Gefühl, dass alles was wir so an miesen Momenten erleben, all das wird in solchen Augenblicken komplett aufgehoben. All das ist es wert! Diese kurzen Momente machen alles wett, wahrlich! Es war so schön, in lauer warmer Nacht in Singapur einen fruchtigen Cocktail zu genießen, während um dich herum die große Stadt ein wenig zur Ruhe kommt. Da kommst du auch zur Ruhe.

Singapur am Merlion

9.1.2017 um 23:30 uhr

Laem Chabang, Pattaya, Thailand

Nun endlich komme ich wieder zum Schreiben. Erstmal vielen Dank für die vielen lieben Kommentare und Likes zu meinem Zeitungsartikel. Ich habe mich über jeden einzelnen gefreut! Und es ist schön zu wissen, dass doch der eine oder andere meine Arbeit schätzt und meinen Blog verfolgt.

Nun habe ich ja leider seit einigen Tagen nix mehr geschrieben, was allerdings auch an der Arbeit lag. Die Silvester Reise liegt nun endlich hinter uns, und die neuen Gäste sind nun an Bord. Bis zum letzten Tag waren wir in den Restaurants voll ausgebucht und hatten wirklich gut zu tun. Jetzt wird wieder etwas Ruhe einkehren und wir haben Zeit, uns mit den kleineren Wehwehchen zu beschäftigen. Und natürlich auch mal die Sau raus zu lassen. So wie ich letzte Nacht! Einfach nur mal, um etwas frische Luft zu bekommen und auch, weil ich in der letzten Zeit kaum an Land gekommen bin und auch, weil es einfach gut passte, bin ich gestern Nacht mit einigen Kollegen los nach Pattaya. Feiern! Wir waren etwa 10 Jungs, wie wir los sind, auf der Rückfahrt warens’nur noch drei…. Die anderen haben wir im Laufe der Nacht verloren, sind aber alle wieder aufgetaucht. Jedenfalls ging es nach harten Verhandlungen mit dem Taxi los ins 30 min entfernte Pattaya, die Adresse für das berühmte und berüchtigte thailändische Nachtleben. Natürlich erstmal ein wenig die Walking Street entlang, wo einfach ein Club neben dem anderen ist und zwischen denen die Bars liegen. Quasi der Times Square von Thailand inklusive großer greller Neonwerbung. Viele viele Touristen und Einheimische waren unterwegs. Und auch viele leichte Mädchen und Jungs, die gern Mädchen wären… Erst schleppten die Erfahreneren von uns mich in eine Table Dance Bar, deren Mädchen aber nicht wirklich anziehend – die Drinks aber teuer waren. Dann ging es weiter in einem Club namens Insomnia – Schlaflos. Drinnen herrschte dichtes Gedränge und harte Beats dröhnte aus den Boxen. Aber es hat gewirkt, man wurde förmlich mitgerissen und fing genauso an zu zappeln, wie alle anderen. Nicht lange, und die ersten Mädchen wurden auf uns Europäer aufmerksam. Und kurze Zeit später hatte fast jeder von uns ein oder gar zwei Mädchen im Arm. Meine war schon recht niedlich, aber auch recht kurz geraten. Aber für einen Abend voll Spaß genau richtig. Allerdings muss sie irgendwann am Tage Knoblauch gegessen haben, was ich dann auch geschmeckt habe. War jetzt nicht so prickelnd. Die Kellner kamen vorbei und boten uns kleine Drinks zu großen Preisen an, was wir aber erst nach dem Verzehr bemerkten. Aber viel hatte ich eh nicht getrunken, zumindest hatte ich keinen dicken Kopf heute früh. Auf dem Weg zurück zum Taxi kamen wir noch an diversen Garküchen vorbei. Ich wollte doch unbedingt noch die Skorpione am Spieß sehen! Leider keinen Erfolg. Nur Heuschrecken und Mehlwürmer wurden angeboten. Schade! Gegen 5.00 Uhr bestiegen wir das Taxi wieder Richtung Schiff. Jetzt war uns der Preis relativ egal, wir wollten nur noch ins Bett. So, nun habe ich auch Pattaya bei Nacht erlebt und quasi abgehakt. Einmal gesehen, war nett, aber muss ich jetzt noch immer wieder erleben. Aber die nächste Overnight kommt bestimmt, nur in einem anderen Hafen!

Night Club in Pattaya, Thailand

4.1.2017 um 10:30 uhr

Auf See nach Vietnam

Wir befinden uns gerade auf dem Weg nach Vietnam im süd-chinesischem Meer. Wie schon letzte Reise, schaukelt es hier wieder ein wenig. Immerhin weht der Wind mit 18 Knoten, während wir mit 13 vorwärts jagen. Die Wellen, die ich direkt vor dem Bullauge habe, sind gute drei Meter hoch. Hoffentlich werden die Landratten nicht wieder so schnell seekrank. Mir persönlich macht das ja nix aus. Irgendwie hat da jeder sein eigenes Rezept. Bei mir hilft ein gutes Essen, immer in Bewegung bleiben und nicht so viel aus dem Fenster sehen. Andere müssen den Horizont vor Augen haben. Und falls alles nix hilft, gibts ja noch die Anti-Seekrankheits-Pillen, Magnet-Armbänder oder die große Spritze vom Doktor. Am schönsten finde ich es aber, wenn man sich von den Wellen in den Schlaf wiegen lässt. Es gibt nix besseres!

Auch die letzten Tagen ließen kaum Zeit zum durchatmen. Die Gäste sind noch immer sehr anspruchsvoll und teils auch anstrengend. Wir hatten ja gehofft, das wir jetzt die Tage mal etwas verschnaufen können, aber nein. Auch nach den Feiertagen wollen die Leute noch immer kräftig futtern. Keine Ruhepause in Sicht. Frühestens nächste Reise. Jeden Abend ist das Steakhouse und auch das Rossini ausgebucht. Was ja grundsätzlich gut ist. Da kommt wenigstens keine Langeweile auf und wir kommen nicht auf dumme Gedanken. Aber anstrengend ist es nun schon…

Übrigens erschien gestern nun endlich mein Artikel in der Zeitung. In der heimischen Mitteldeutschen Zeitung MZ. Anfang Dezember war eine freie Journalistin an Bord, die mich interviewte. Nun endlich ist er da und die ersten Reaktionen kamen auch schon. Allerdings war ich nur im Urlaub auf den Kanarischen Inseln. Gearbeitet habe ich auf der Kanalinsel Guernsey. Aber im großen und ganzen ist der Artikel schon okay. Vielleicht erkennen mich ja doch einige alte Bekannte, die in Halle hängen geblieben sind, wieder. Auf diesem Wege viele Grüße aus Südostasien!

Alexander Kunow MZ vom 03.01.2017

 

1.1.2017 um 12:30 uhr

Penang, Malaysia

Happy New Year an alle Leser! Letzte Nacht war Silvester und wir feierten eine rauschende Party an Deck auf offener See. Also hauptsächlich die Gäste, wir Crew weniger. Insbesondere alle vom Restaurant und Bar Departement haben natürlich gearbeitet, und zwar nicht zu knapp. Im Buffalo hatte wir, wie schon zu Weihnachten, zwei Mal das ganze Restaurant voll mit einem 4-Gang-Menü. Nachdem wir das durch hatten, haben wir auf dem Pooldeck weiter gemacht. Es war wahnsinnig viel zu tun, zum Anstoßen, geschweige denn feiern war kaum Zeit. Doch jetzt ist es vorüber. Gott sei Dank! Einige Nachwehen waren heute früh noch zu spüren (verschlafene Kollegen, Rückstände der nächtlichen Party, ect.), Aber auch die haben wir endlich überwunden. Und genau wie schon Weihnachten, war ich leider alles andere als in Feierlaune. Zum einen war ich viel zu viel auf die Arbeit focussiert, zum anderen gingen mir gerade in den letzten Tagen viel zu viele andere Dinge durch den Kopf. Naja, der Job ist halt manchmal kein leichter. Ansonsten kann ich mich eigentlich über das Jahr selbst kaum beschweren. Ich war in Westeuropa, Nordeuropa, im Orient und bin noch in Asien unterwegs. Ich habe viele nette Leute und Kollegen kennen gelernt, sehr viel gesehen und erlebt. Es ist nur das Ende des Jahres, was so nicht ganz passte. Aber gut, egal, das gehört dazu. Einer hat behauptet, das es leichter wird. Damit schließe ich nun verbunden mit besten Grüßen aus Malaysia und Wünschen für das neue Jahr an alle Freunde, Bekannte, Leser und Weltenbummler wie ich!

Poolparty zum Jahreswechsel
Poolparty zum Jahreswechsel

28.12.2016 um 16:30 uhr

Koh Samui, Thailand

Gerade komme ich von meinem Ausflug auf Koh Samui zurück. Und ich habe viel gesehen. Da wir tendern mussten, hatte ich sowieso nicht viel Zeit. Aber ich habe sie voll ausgenutzt. Also direkt nach dem Anlegen des Tenders, bestürmten uns wie üblich wieder die Taxifahrer. Ich erwischte eine Frau, die mir zwar einen immer noch ordentlich happigen Preis bot, der aber trotzdem nur die Hälfte einer normalen Tour war. Ich machte eine Tour über die ganze Insel, mit allen Sehenswürdigkeiten in 3,5 Stunden. Dafür, das dies eine exklusive Tour nur für mich war, war es ganz okay. Zum letzten Mal machte sich so etwas auf Goa. Nun also hier. Es ging zuerst los zu den Namuang Wasserfällen in der Mitte der Insel. Dort sind auch die Elefanten. Hier kann man eine komplette Dschungeltour machen. Allerdings sahen die zweite letzten Elefanten, die noch nicht unterwegs waren, nicht wirklich glücklich aus. Sie wirkten irgendwie apathisch. Das hat nicht so viel Spaß gemacht. Danach ging es zu einem relativ jungen Heiligtum. Und zwar wird hier ein Mönch verehrt, der in den 70ern starb, aber noch im Tode seine meditative Haltung bewahrte und auch kaum verweste. Er sitzt noch immer  aufrecht im Schneidersitz da. Sehr interessant und merkwürdig. Weiter ging es zu einem Naturphänomen an der Küste. Dem Godfather s Rock, einer Steinformation in Form eines riesigen aufrechten Phallus. Angeblich ist es eines der Highlights der Insel. Danach erst wurde es für mich interessanter, denn es ging endlich zu den Tempelanlagen im Norden. Neben weiteren Statuen steht hier eine 12 Meter hohe vergoldete Statue von Buddha. Aber die ganze Anlage mit mehreren Häusern, einem Teich und einmal Festplatz ist reich verziert und unbedingt sehenswert! Schließlich fuhren wir noch zum Hard Rock Café, wo ich mein obligatorisches T-Shirt erstand. Ach ja, und bei thailändischem grünen Tee bin ich auch wieder schwach geworden. Davon habe ich mir auch was mitgebracht. Aber nun bin ich kaputt, aber glücklich und muss gleich wieder zum Dienst.

Tempelanlage und Kloster War Sumret auf Koh Samui
Tempelanlage und Kloster Wat Sumret auf Koh Samui

27.12.2016 um 13:00 uhr

Pattaya, Thailand

Nun habe ich es doch kurzentschlossen mal wieder an Land geschafft. Nach einigen Versuchen, habe ich nun auch einen Internetzugang und kann wieder etwas schreiben. Die Stadt selbst hier ist schon extrem touristisch, zumindest der Teil, den ich hier kenne. Und dies ist hauptsächlich die Beach Promenade. Viele Kneipen, Bars, Clubs und so weiter. Das Nachtleben soll ja ebenfalls extrem ausschweifend sein hier. Einige Kollegen haben dies schon ausprobiert. Inklusive Snacks der exotischen Art, wie Skorpione und so weiter. Falls ich es irgendwann auch noch mal nachts hier raus schaffe, dann Versuche ich dies vielleicht auch mal. Aber ich denke dann stets an den morgen danach. Und dann ist mir die Mütze voll Schlaf doch lieber. Was mich jedoch am meisten erschreckt, verwundert oder auffällt, ist, wie viele europäischen Männer mit asiatischen Frauen hier unterwegs sind. Das hat noch immer einen üblen Beigeschmack, auch wenn ich hier alle über einen Kamm scheren und einigen sicher etwas unterstelle. Aber mir kommt dies nun mal nicht ganz koscher vor.

Leider ist hier von der typisch thailändischen Kultur wenig zu sehen. Dazu müsste ich nach Bangkok kommen, und das ist zwei Stunden weit weg. Mal sehen, wenn ich ganz viel Zeit habe. Also typische Tempelanlagen, den Königspalast und riesige Buddha Statuen. Soetwas wurde ich gerne mal sehen. Naja, jedenfalls nicht hier. Zumindest habe ich es in Hard Rock Café geschafft und mein obligatorisches T-Shirt erstanden. Langsam wird es ein teures Hobby, denn es werden immer mehr. Aber es ist auch eine nette Erinnerung und ich trage sie ja auch. Die liegen ja nicht nur im Schrank rum.

So, Weihnachten haben wir nun überstanden, Silvester steht vor der Türe. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und mein Buffalo wird ziemlich sicher knackig voll werden. Das wird noch mal ein anstrengender Abend. Aber dann haben wir es geschafft. Gott sei Dank!

Pattaya City, Thailand
Pattaya City, Thailand

An Bord von AIDA

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