20.1.2020 um 14:00 uhr

Doctors Cave Beach, Jamaika

Also von Montego Bay habe ich bisher, sooft ich auch hier war, nicht viel gesehen. Wir liegen mit dem Schiff halt etwas außerhalb auf einer kleinen Halbinsel, von wo man eigentlich nur das Hard Rock Cafe erreichen kann. Das kenne ich aber nun schon, denn ich war bereits 2 mal dort. Aber es gibt noch ein weiteres Ziel, was man allein ganz gut erreichen kann. Und das ist per Taxi Doctors Cave Beach, einen wirklich schönen Strand Nähe der City. Allerdings liegen in unmittelbarer Nähe auch 2 oder 3 größere Hotels, sodaß der Strand auch ziemlich überlaufen ist. Und alles kostet! Das Taxi hin und zurück jeweils 5$, die Sonnenliege 6$, und will man etwas trinken, auch das kostet. Also für mich, einmal gesehen und abgehakt, danke, reicht. Allerdings ist der Flughafen ziemlich nah, und die dicken Flieger kommen quasi über den Strand rein. Das ist schon spektakulär. Fast so ähnlich, wie auf St.Maarten. Aber alles in allem sind mir doch einige nette Fotos gelungen, ich hatte zusammen mit meinen Eltern eine nette Zeit dort und das Wasser war erfrischend. Also alles gut. Wenn man nicht gerade einen Ausflug gebucht hat, kann man so viel mehr auch gar nicht machen.

15.1.2020 um 23:00 uhr

Chichen Itza, Tempel der Maya in Mexiko

Heute hab ich mir einen kleinen Traum erfüllt! Ich bin zu den Tempeln der Mayas nach Chichen Itza geflogen! Eines der wenigen UNESCO Weltkulturerbe Stätten hier in der Gegend. Wie immer hier, war es ein langer Tag, der bereits um 5:30 Uhr anfing. Um 6 Uhr zogen die ersten Ausflüge los Richtung Chichen Itza. Diese dauern per Bus 12 Stunden! Also sehr lange! So viel Zeit hab ich nun mal nicht. Zum Glück gibt’s diesen Ausflug auch noch per Flugzeug! Das ist meins! Passt fast genau in meine Pause. Also gebucht und los! Günstig war er ja nicht gerade, aber es hat sich wirklich gelohnt! Wir waren nur eine kleine Truppe von 10 Leuten und wurden von einem deutsch sprachigem Guide etwa 1,5 Stunden durch die Anlage geführt. Das ganze Areal ist sehr großzügig und weitläufig angelegt. Teilweise sind die einzelnen Tempel noch immer nicht vom Dschungel befreit. Oder bereits wieder erobert worden. Viele Ruinen sind sehr gut restauriert worden, einige haben das noch vor sich. Leider machen sich auf dem Gelände viel zu viele Souvenierhändler breit. Es sollen bereits 800 sein, die alle irgendwie dasselbe anbieten. Obsidian, Mini Pyramiden, T-Shirts, geschnitzte Jaguarköpfe und Schlagenskulpturen. Es sind halt die Sinnbilder, die die Mayakultur repräsentieren. Die Originale sind aber schon sehr eindrucksvoll, wenn auch nicht so imposant, wie die ägyptischen Pyramiden. Aber auch sie gehören zu den alten Hochkulturen und sind über 1000 Jahre alt. Jedenfalls haben wir alle wichtigen Tempel der näheren Umgebung gesehen und viele interessante Informationen dazu bekommen. Faszinierend war auch, dass die Architektur so gestaltet war, das sie an bestimmten Stellen das Echo aufnahmen und 100 Meter weiter transportierten, ohne daß die nähere Umgebung davon etwas mitbekam. Sehr skurril! Aber auch genial! Viel zu schnell ging es leider wieder zurück. Und unsere kleine Propeller Maschine brachte uns wieder auf die Insel Cozumel zurück zum Schiff. Übrigens war allein der Flug schon aufregend! Wir überflogen unser Schiff und dann ging es fast nur über dichten Dschungel mit einer einzigen Strasse. Die Wolken sahen aus, wie erstarrte und verklumpte Zuckerwatte, aber der Flug selbst war zum Glück ziemlich ruhig. Hie und da eine Windböe, die unseren kleinen Flieger manchmal aus der Flugbahn schmiss, aber das war ok. Runter sind wir ja doch gekommen! Also alles in allem, es hat sich gelohnt! Und da man so etwas meist nur einmal im Leben macht, war der Preis auch ok dafür. Ich fand es jedenfalls toll!

Chichen Itza

13.1.2020 um 16:30 uhr

Ocho Rios, Jamaika

Da denkt man an nix bösen, wacht morgens auf und will zum Dienst, halbwegs erholt und frisch geduscht und … steht dann im Regen! So ging’s mir heute morgen auf meiner ersten Runden über das Schiff. Der übliche karibische „50 Liter in 5 Minuten Regen“. Aber abgesehen von dem üblichem hektischen Aufbruch der Gäste zu ihren Ausflügen, war alles schick heute. Zur Mittagszeit kam ich dann auch endlich von Bord. Und da meine Eltern derzeit an Bord sind, machten wir einen gemeinsamen Ausflug zum Dunn‘ s River Fall, einem Wasserfall, der über Kaskaden 200 Meter in die Tiefe stürzt. Genauer gesagt, ins ins Meer stürzt. Von dort aus kann der Wasserfall zu Fuß erklommen werden, was wir natürlich fast zur Gänze taten. Mitten durch das Flussbett, das teilweise aus Kies oder dicken Steinen besteht und mitten durch den Dschungel fließt. Die unterschiedliche Wassertiefe, die man weder einschätzen noch sehen kann, machen das ganze zu einem vergnüglich, abenteuerlichen Wasserspaß. Der Eintritt ist zwar ganz schön teuer mit 25$, aber So was macht man ja auch nur einmal. Allerdings sind die Souvenierhändler vor Ort mit allen Wassern gewaschen und haben sogar mich, als erfahrenen und weitgereisten Globetrotter, über Ohr gehauen und mir zwei geschnitzte Holzköpfe angedreht, die ich nicht ablehnen konnte. Sehr clever, die Jungs! Aber schön war es trotzdem! Übrigens wurden hier Teile des Films „James Bond jagt Dr.No“ gedreht. Muss ich zu Hause noch mal überprüfen!

Dunn’s River Falls, Jamaika

9.1.2020 um 23:0 uhr

Maho Beach, St.Maarten

Jap, heute hat es geklappt. Ich bin zur Mittagszeit raus an Land, hab mich in ein Taxi gesetzt und bin meinen Kollegen zum Maho Beach hinterhergefahren. Maho Beach ist der berühmte Flugzeugstrand auf St.Maarten. Naja, am Ende muss ich leider sagen, ganz nett, aber mehr auch nicht. Erst einmal war die Fahrt dorthin in einem Großraum Taxi, kostet 8$, schon sehr lang. Wir brauchten 45 min. Der Weg zurück dauerte eine ganze Stunde für noch mal 8$! Wenigstens hatte das Taxi WiFi, sodaß ich meine Updates aktualisieren konnte. Der Strand selbst war extrem voll. Zum Strandtuch Nachbarn sind es in der Regel weniger als 2 Meter! Und die meisten stehen sowieso nur da und warten auf den nächsten Landeanflug eines Flugzeugs. Zugegeben, der Flughafen gehört zu den gefährlichsten der Welt, aber auch zu den spektakulärsten. Der Sandstrand selbst ist kaum 10 Meter breit und sehr steil. Zwischen Strand und Flughafen Zaun geht noch eine Strasse, die völlig verstopft ist, da geht’s nur im Schritt vorwärts. Und jawoll, da muss das Taxi auch lang, bevor wir aus- bzw wieder einsteigen dürfen! Kein Wunder, denn wir lagen wieder mit 4 weiteren großen Kreuzfahrtschiff, etwa 24.000 Besuchern im Ganzen, hier an der Pier. St.Maarten gehört halt zu den größten Häfen hier in der Gegend! Wenigsten sah ich dann doch einige kleinere Maschinen, Cessnas und eine kleine Boeing hereinkommen. Einige Fotos und kurze Videos könnte ich auch machen. Ich traf dort meine Kollegen, die schon Kaltgetränke organisiert hatten. Sehr lange blieben wir aber nicht, denn der Dienst ruft. Im Gegensatz zu meinen Kollegen schaffte ich es leider noch nicht einmal ins Wasser, wobei die Strömung wohl auch recht stark war. Wenigsten habe ich tolle Fotos und einen weiteren Haken auf meiner Checkliste!

Maho Beach auf St.Maarten

8.1.2020 um 14:00 uhr

Tortola, Britische Jungferninseln

Hier mal ein schnelles Lebenszeichen von mir. Wie doch die Zeit vergeht! Schon fast rennt! Heute sind wir auf Tortola, und ich hoffte, noch irgendwo einen netten Strand zu finden, um einige tolle Fotos zu schießen. Dann müsste ich mit Erschrecken feststellen, das wir ja quasi in England sind und hier Linksverkehr herrscht. Denn eigentlich wollte ich mir noch mal ein Roller mieten. Na mal sehen, ob das noch klappt! Lust drauf hätte ich ja schon. Ansonsten hat sich zumindest der Hafen hier erheblich verändert, gegenüber meinem letzten Besuch hier. Damals gab es nur einen Parkplatz, heute gibt es ein ganzes Zentrum am Hafen, komplett mit Autovermietung, Bars, Souveniershops und Agenturen. Wenigstens habe ich meine alte Bar von damals wieder gefunden. Zwar hat die sich auch verändert, aber nett mit schnellem Internet ist sie noch immer. Ansonsten gibt es nicht wirklich viel zu berichten. Nachdem die Feiertage nun vorbei sind, wird es fast schon eintönig, denn viele Änderungen im Reiseablauf sind nicht mehr zu erwarten. Zumindest bis Februar nicht. Wir müssen nur auf das Wetter achten. Heute hat es bis 12 Uhr mittags zum Beispiel schon 3 mal geregnet. Trotzdem ist es sehr warm, die Sonne scheint und es herrscht noch immer eine hohe Luftfeuchtigkeit. Also ich mach mich jetzt auf die Suche nach einem Roller und dem richtigen Weg!

1.1.2020 um 16:00 uhr

Cozumel, Mexiko

Das neue Jahr habe ich direkt mit etwas aufregendem und neuem begonnen. Ich komme gerade zurück. Vom Scooter fahren! Zum ersten Mal war ich mit einem Roller unterwegs. Ganz allein. Für viele ist es total normal, aber für mich war es aufregend, denn noch nie zuvor bin ich damit durch die Gegend gedüst. Also ich muss sagen, als langjähriger Autofahrer, es ist durchaus eine Alternative. Allerdings habe ich nach 3 Stunden kaum meine Hand vom Gas losbekommen. Ich bin Richtung Südspitze gefahren, wollte eigentlich zu den Riffen und Sandbänken dort, aber ich hab’s nicht ganz geschafft. Hab mich mit der Zeit verschätzt. Außerdem ist es auch gut 30 km entfernt. Und unterwegs bin ich an diversen Stränden angehalten um Fotos zu schießen. Aber es war toll. Zum Glück bin ich noch einige Male hier.

Silvester haben wir ganz gut überstanden. Die Gäste hatten viel Spaß, der Chef war sehr zufrieden und wir waren am Ende totmüde. Gegen 1 nach Mitternacht bin ich ins Bett gekommen, um 5:30 Uhr wieder aufzustehen. Die Ausflüge gehen hier halt sehr früh los. Meine Kollegin von der Bar ist da gerade zu Bett gegangen. Nun bin ich zwar immer noch müde, denn geschlafen hab ich ja nicht, aber heute Abend muss ich noch durchhalten.

Live is better at the beach

26.12.2019 um 14:30 uhr

ST.Kitts

Gott sei Dank haben wir Weihnachten so gut wie überstanden. Einige Gäste haben glücklich machen können, andere hatte so große Erwartungen und Ansprüche, die wir an Bord einfach nicht erfüllen konnten. Aber da kann man halt nix machen, wir haben das Beste versucht. Für mich ist Weihnachten allerdings mehr oder weniger ausgefallen. Zum einen hatte ich so viel Stress, das einfach kein Weihnachts Feeling aufkam, zum anderen ist es einfach viel zu heiß hier. Auch heute auf St.Kitts ballert die Sonne wieder vom Himmel. Also Weihnachten kenn ich anders! Ich bin nur froh, wenn der ganze Zauber heute Abend vorbei ist und wir die Deko wieder einmotten können. Das heißt, sobald wir die Inventur dazu gemacht haben. Jede einzelne Kugel und jeder Stern muss gezählt werden. Also ein bisschen haben wir noch zu tun. Aber bis dahin vertreibe ich mir die Zeit mit einem Bummel durch die Souveniershops und in meinem Stamm Cafe. Leider ist es hier im Hafenviertel wieder einmal extrem voll, denn mit uns liegen die Serenade of the Sea und die Norwegian Epic hier an der Pier. Also etwa gefühlte 10.000 Gäste. Das macht so auch keinen Spaß! Leider kann ich auch nicht viel anfangen mit meiner kurzen Pause. Heute Abend müssen wir noch mal ran, dann ist es vorbei. Nur noch Silvester, aber das schaffen wir auch noch. Dann ist erstmal Ruhe!

Weihnachten an Bord

21.12.2019 um 15:45

Cayman, Islands

Endlich hat der Regen aufgehört! Gerade richtig, denn heute ging es für mich auf einen Crew Ausflug. Mal wieder kuscheln mit Rochen. Hatte ich ja auf Antigua schon mal gemacht. Zumindest glaube ich, das war dort. Jedenfalls ging es heute ebenfalls raus auf’s Meer. Die Anfahrt war zwar ziemlich lang, fast 1,5 Stunden, da wir erst mit dem Tender an Land sind, dann mit dem Bus in den Norden gefahren sind, um dann schließlich mit dem Boot noch mal 45 min raus auf’s Meer gefahren sind. Aber ich hab es genossen, die Fahrt war echt angenehm, ein bisschen Wellengang, aber strahlender Sonnenschein. Ich hatte fast vergessen, wie sehr die Sonne das Meer zum Strahlen bringen kann. Teilweise leuchtete das Wasser im herrlichsten Türkis oder in hellem Blau. Wunderschön! Das Wasser war auch nicht wirklich kalt, allerdings waren die Wellen auf der Sandbank dann doch recht kräftig, sodaß man manchmal die Balance verlor, was die ganze Angelegenheit aber nur um so lustiger machte. Immerhin waren wir fast 50 Leute auf Ausflug. Irgendwie schien jedes Department vertreten gewesen zu sein. Die Fotos hinterher waren diesmal gar nicht so teuer, letztes mal hab ich wohl 20$ bezahlt, diesmal haben wir vielleicht Crew Rabatt bekommen… Nun muss ich nur noch fix duschen, und dann geht’s leider schon wieder auf Arbeit. Für Weihnachten muss noch einiges vorbereitet werden.

Cayman Islands

18.12.2019 um 14:30 uhr

Cozumel, Mexiko

Und wieder in Mexiko. Seit 5 Uhr früh bin ich im Dienst, denn die ersten Ausflüge gehen hier schon um 6 raus. 12 Stunden bis nach Chichen Itza, den bekannten Maya Tempeln. Im Januar möchte ich das auch mal machen, allerdings die kurze Version. Die dauert nur 4 Stunden und geht per Flugzeug dahin und nicht per Bus. Zwar ist es sehr teuer, aber für dieses Weltkulturerbe ist es mir wert! Eigentlich war gar nicht so klar, ob wir heute überhaupt anlegen konnten, denn hier hat sich eine Sturmfront zusammen gebraut. Es ist den ganzen Tag schon windig und bedeckt, die Sonne kommt kaum hervor. Hoffentlich kommen wir von der Pier wieder weg! Aber 3 weitere Kreuzfahrtschiffe haben das gleiche Problem. Mit uns liegen die Carnival Valor, die Carnival Victory und die Mein Schiff 1 hier. Dementsprechend voll ist es hier. Fürchterlich! Also habe ich mich nach einem kleinen Bummel ins Hard Rock Cafe zurück gezogen. Jetzt fangen so langsam die Weihnachts Vorbereitungen an, wir haben also noch immer viel zu tun, das Jahr ist noch nicht rum. Mal sehen, was die nächsten Tagen bringen…

12.12.2019 um 16:00 uhr

St.Maarten,

Hach, jetzt hab ich es auch endlich mal nach St.Maarten geschafft. Das ist übrigens die Insel, wo die Flugzeuge über den Strand fliegen müssen, um zu landen. Zwar hatte ich nicht viel Zeit, aber ich war an Land! Also streng genommen war ich heute sogar in den Niederlanden, denn diese kleine Insel in der östlichen Karibik gehört noch immer zum Königreich. Nachdem es heute früh wie aus Eimern geschüttet hatte, kam irgendwann dann doch endlich die Sonne heraus. Und was mussten wir feststellen? Wir waren eingekesselt! Rechts und links neben uns lagen einige riesige Kreuzfahrtschiffe und versperrten uns die Sicht! Rechts die Royal Princess mit 3500 Passagieren, links die Oasis of die Sea mit 6000 Passagieren und die Anthem of the Sea mit 5000 Passagieren. Und hinter uns lag noch ein kleines Schiff mit 1500 Passagieren. Und wir haben eine Kapazität von 2300 Gästen. Und auf der kleinen Insel leben nur 35.000 Leute. Da haben wir mal ordentlich aufgestockt! Dementsprechend voll war es auch. Trotzdem musste ich mir die Beine vertreten und bin zum nahegelegenen Strand. Der war zwar nur mäßig schön, aber das Hard Rock Cafe war halt da. Und wieder eins dazu… (Zu dem berühmten Strand mit den Flugzeugen fahre ich nächstes mal!) Aber in den ganzen Souvenirshops habe ich tatsächlich auch karibischen Tee gefunden! Ich bin ja völlig begeistert, denn damit hab ich nicht gerechnet! Nun werde ich also irgendwann Kokos Tee, Passionsfrucht Tee und Mango Tee verkosten! Wie schön!

Vormittags war übrigens unser Audit. Ich muss gestehen, ich war doch etwas angespannt. Denn dies war der erste wichtige Checkout, der in meine volle Verantwortung fällt. Aber alles okay, nichts gefunden, keine Beanstandungen! Ich bin erleichtert! Heute Abend werde ich voll eskalieren und 2 Bier trinken!

St.Maarten, Niederländische Antillen

An Bord von AIDA

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