Schlagwort-Archive: Adria

18.Mai 2014 um 13:00 uhr

Auf zur 4. Runde

Ich gestehe, langsam wird die Adria langweilig. In Triest, heute, Zadar und Venedig war ich jetzt schon zum vierten mal. Korfu und Bari zwar nur zwei mal, aber viel neues bietet das auch nicht mehr. Obwohl der nächtliche Spaziergang war schön. Aber das haben wir nicht oft. Zwar wäre ich gerne auch mit Kollegen unterwegs gewesen, aber, die Arbeitszeiten sind zu unterschiedlich. Die Interessen dann leider auch. Ich wollte essen gehen, andere feiern und Party machen. Heute in Triest ist es leider wieder ziemlich kühl. Und da Sonntag ist, haben auch nicht viele Geschäfte auf. Also habe ich mal wieder eine Stadtrundfahrt gemacht, obwohl mir der Wind im offenem Bus ganz schön entgegen wehte. Und viel von den Sehenswürdigkeiten habe ich tatsächlich schon bei meinen Spaziergängen erkundet. Es wird echt Zeit für eine neue Route. Also verbrachte ich die letzten Tage wieder viel mit schlafen und auch lesen. Da habe ich irgendwie mehr von, zumindest im Augenblick. Die neuen Gäste sind wieder recht anstrengend, das wird also wieder ein schöner Spaß… Und hoffentlich wird es bald wieder wärmer…

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3.Mai 2014 um 10:45 uhr

Adria zum Zweiten

Gestern habe ich ich leider wieder nix geschrieben. Die 1-Wochen-Reisen sind langsam wirklich anstrengend. An-und Abreise vorbereiten in so kurzen Intervallen ist nicht leicht. Wir haben die zweite Runde auf der Adria hinter uns gebracht und liegen heute wieder in Venedig. Gestern waren wir in Zadar, was ich ja schon kenne. Daher war ich gestern nur kurz an Land, einen Kaffee trinken und etwas in der Sonne lesen. Dazu komme ich ja auch kaum. Heute habe ich leider Bereitschaft, darf also nicht von Bord.

Es ist stets ein komisches Gefühl, wenn die Gäste absteigen, ihre Reise beenden, und wir bleiben zurück an Bord. Kaum hat man sich kennen gelernt, heißt es auch schon wieder Abschied nehmen. Ebenso ist es mit den Kollegen. Die meisten haben haben kürzere Verträge als ich, gehen also früher von Bord und fahren zurück nach Hause. Und ich bin immer noch hier. Selbst der Kapitän hat letzte Woche gewechselt. Nach der nächsten Runde auf der Adria habe ich tatsächlich schon zwei Monate hinter mich gebracht. Es liegen also nur noch vier Monate vor mir. Und noch ganze fünf Runden auf der Adria, bevor wir ins schwarze Meer segeln. Hoffentlich wird das Wetter besser.

In den letzten Tagen hatte ich ein kleines Feedback-Gespräch mit meinem Chef. Grundsätzlich mache ich wohl einen guten Job, auch wenn es noch Dinge gibt, die ich verbessern kann. Natürlich. Aber allgemein ist das schon okay, was ich mache. Im Laufe des nächsten Monats werde ich dann auch entscheiden, ob ich einen zweiten Vertrag mache, also noch mal fahre. Ursprünglich hatte ich es vor, wollte aber auch erstmal sehen, wie es so ist, auf einem Schiff zu arbeiten. Die endgültige Entscheidung habe ich noch nicht getroffen. Tendenziell aber möchte ich schon noch mal fahren. Wenn es dann noch eine interessante Route ist, um so besser. Ich halt Euch auf dem Laufenden.
Das Wetter ist nach wie vor recht kühl, bewölkt und regnerisch. Die Sonne kommt nur selten raus und der Wind ist auch frisch. Lange bleiben wir daher abends nicht auf Deck 5. Und schlaf habe ich sowieso immer nötig.

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Venedig
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30.April 2014 um 15.45 uhr

An der blauen Adria…

In den letzten zwei Tagen habe ich leider nix geschrieben. Es hatte sich auch nicht gelohnt. Der Himmel war grau, es hat geregnet und alle offenen Decks standen unter Wasser. Nur kühle 18°C wurde es und viele der Kollegen sind leicht verschnupft. Außerdem hatte ich Bereitschaft und konnte gestern in Korfu, Griechenland, auch nicht raus. Also habe ich was vernünftiges getan und geschlafen. Ich war auch hundemüde. So langsam scheint sich das angekündigte Tief bei mir bemerkbar zu machen. Obwohl die Küste Albaniens durchaus seinen Reiz hatte. Dunkle, leicht aufgewühlte See, tief hangende Wolken vor teils zerklüfteten steilen Felshängen. Ich fühle mich auch ob der vielen Eindrücke in so kurzer Zeit etwas erschöpft. Man hat ja kaum Zeit, sich zu sammeln und all die Eindrücke zu verarbeiten. Aber an unserem Seetag half mir das Schaukeln der Wellen, schnell einzuschlafen. Aber heute scheint wieder die Sonne, ich habe den ganzen Nachmittag frei, und das hebt meine Stimmung wieder etwas.

Also bin ich heute in Bari an Land und habe eine kleine Stadtrundfahrten gemacht. Der erste Stopp war wieder an einer Kirche. Und prompt platzten wir in eine Hochzeit rein. Es ging also weiter… Aber es war auch die Kathedrale des heiligen Nicolaus. Genau der heiligen Nicolaus, der an Weihnachten die Geschenke bringt. Seine Gebeine wurde vor fast 1000 Jahren aus Myra gestohlen und liegen nun in Bari. Ich kann also behaupten, ich habe den Weihnachtsmann mit eigenen Augen gesehen! Es gibt ihn wirklich!
Bari selbst hat eine kleine typisch italienische Altstadt, die durch eine gut erhaltene Stadtmauer noch immer geschützt wird. Auf genau dieser sitze ich nun in der Sonne mit Blick auf das Meer und genieße die italienische Siesta. Unser Rundgang war recht schön, denn wir sind durch viele kleine Gassen. Die waren so richtig typisch italienisch wie man es sich vorstellt. Viele Balkone, über die sich die Frauen unterhielten, streunende Katzen und Hunde. Viel Wäsche über der Strasse und rasende Vespas. Und wir sind durch die Nudelgasse. In dieser Gasse wohnen viele alte Frauen, die per Hand an offenen Stuben frische Nudeln rollen. So viele verschiedene Sorten und Arten! Dummerweise hatte ich vergessen, meinen Fotoapparat zu laden. So konnte ich nach kurzer Zeit keine Fotos mehr machen. Aber ich bin ja noch öfters hier. Das kann ich nachholen. Dann werde ich sicher auch noch die Festung des Staufers Friedrich des II. besichtigen. Doch nun muss langsam ich wieder los.

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23.April 2014 um 23:30 uhr

In die Adria…

Heut war ein recht einfacher Tag. Zumindest der Abend, da wir nicht viele Gäste hatten. Es gab Fußball, und wir empfangen seit dem Suezkanal wieder deutsches TV. Da bleiben die Gäste halt aus. Und die letzte Stunde Zeitverschiebung hatten wir letzte Nacht auch. Wir haben, seit ich in Singapur aufgestiegen bin, immer wieder mal eine Stunde dazu bekommen. Sollte ich einmal die Trans Atlantik Reise Richtung New York machen, wird mir dann wieder Stück für Stück eine Stunde geklaut. Obwohl diese Reise sicherlich auch etwas für sich hat. Wir werden sehen.

Ostern ist nun auch vorbei. Für die Gäste, speziell für die Kinder, gab es eine zünftige Eiersuche auf Deck10 und jeder Menge Schoko-Osterhasen. Abgesehen von der Dekoration haben wir, von der Crew, nicht so viel von Ostern mitbekommen. Obwohl doch, in Israel platzten wir in die Vorbereitungen zum Osterfest rein. Also unsere Scouts berichteten von diversen Umzügen zum Palmensonntag (glaube ich). Vielleicht bringe ich da jetzt auch was durch einander…

Also fahren wir heute, wir hatten einen Seetag, nach Dubrovnik, Jugoslawien, mit 15 Knoten durch eine recht wellige See bei frischen 20°C in die Adria, deren letztes Ziel am Samstag Venedig sein wird. Darauf freue ich mich besonders, da mein letzter Besuch dort an die 20 Jahre her ist. Und das beste ist, ich habe 6 Stunden Freizeit. Vielleicht kann ich mich ja sogar einer Stadtführung anschließen?!

Ich wurde gefragt, was es eigentlich mit dem Fisch spa auf sich hat. Bisher habe ich das ja zwei mal gemacht. Es sind einfach kleine Doktor Fische, die die Hornhaut an den Füssen oder Händen abknabbern. Erst kitzelt es wie blöd, dann gewöhnt man sich dran und es wird angenehm. Hinterher hat man ganz weiche Füße. Es macht eigentlich richtig Spaß und man gönnt sich ja sonst nix. Außerdem ist es in der Regel spottbillig.

Übrigens noch mal kurz zu dem Reiseverlauf. Ich denke, der wird von Rostock aus festgelegt durch die Hauptzentrale. Wir bekommen das dann so Häppchenweise mitgeteilt, zumindest in meinem Rang. Die höheren Offiziere wissen das sicher auch etwas eher. Manchmal ist es nicht schlimm, manchmal find ich es schon schade. Nach Israel kommt man halt nicht so einfach, wie nach Ägypten. Das war okay. Aber nach Odessa wäre ich schon gerne gefahren. Aber ändern kann ich es halt auch nicht, also nehm ich es, wie es kommt und freue mich, das ich das alles erleben darf.

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