Schlagwort-Archive: Bombay

4. April 2014 um 15:20

Im Herzen von Bombay

Gerade komme ich aus der Stadt zurück. Es war warm, es war schmutzig, aber sehr interessant. Ich bin nach einigem hin und her schließlich mit Mandy aus dem Shop und ihrem Freund vom Spa los. Leider hatte der etwas schlechte Laune und führte sich auf, wie die Diva ohne Ihren Snickers. Wir haben einiges gesehen. Das typische bunte, wirre und lebhafte Treiben, den dichten und engen Verkehr inklusive Kühe auf der Straße, das arabische Meer und vieles andere. Man merkt der Stadt definitiv die englische Vergangenheit an. Es gibt viele große und großartige Gebäude im viktorianischen Stil. Wie zum Beispiel die Viktoria Station, der riesige Hauptbahnhof, der heute natürlich Chhatrapati Shivaji Terminus heißt. Logisch! Leider hatten wir keine Zeit, um auch hinein zu gehen. Unser Taxifahrer war nämlich einer von der mürrischen und schweigsamen, aber auch von sich überzeugten Art. (Trotz seiner nicht vorhandenen Dienstfertigkeit erwartete der Kerl doch tatsächlich hinterher ein Trinkgeld!) Weiter ging es zum Jains Tempel, den wir dann aber sogar besichtigen konnten. Jainismus ist eine indische Religion, die einen Weg der Gewaltlosigkeit gegenüber allen Lebewesen schreibt und betont geistige Unabhängigkeit und Gleichberechtigung zwischen allen Formen des Lebens. Zwar habe ich davon noch nie etwas gehört, aber der Tempel war wirklich sehenswert. Natürlich mussten wir die Schuhe ausziehen. Wie bei allen religiösen Gebäuden, fühlte ich mich allerdings auch ein wenig wie ein Eindringling zwischen allen den betenden Indern. Mir fiel es nicht leicht, den gebotenen Respekt zu zeigen und nicht wie ein neugieriger Tourist zu wirken. Beeindruckende Wandgemälde, Statuen und viel fremdartige Musik sowie Weihrauch rundeten das Bild ab. Übriges nutzt diese Religion das Hakenkreuz als Symbol. Es war vielfach in den schweren bleiernen Türen zu sehen. Dann ging es zum Gateway of Indian, einem Triumphbogen der Engländer direkt am Meer. Quasi das Tor zu Indien. Nebenan steht auch gleich das Taj Mahal Palace and Tower, ein Luxushotel für Scheichs, Diplomaten und Prominente. Dann überkam uns der kleine indische Hunger und wir aßen leckere Sandwiches von einem Straßenverkäufer. Außerdem probieren wir den Saft süßer Limetten, einen fantastischen Durst Löscher. Und schließlich besuchten wir noch einen Park, von dem es hieß, es seien hängende Gärten. Hörte sich interessant an. Leider erwies es sich nur als ein großer, aber netter Park mit in Tierform gestutzten Büschen. Hängen taten hier nur die feuchten T-Shirts an unseren schweißgebadeten Körpern. Also alles in allem: man kann die Stadt mal gesehen haben, aber Urlaub oder einen längeren Aufenthalt würde ich jetzt nicht empfehlen. Dafür ist die Kultur zu fremdartig. Jetzt bin ich ziemlich kaputt und muss mich ein wenig regenerieren, denn heute Abend ist die Bude voll….

Gateway of India

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3. April 2014 um 15:14

In Goa…zumindest am Hafen

Nun haben wir an der alten Hippi Kommune Goa Anker geworfen. Goa sollte ja eigentlich für seine langen Sandstrände bekannt sein. Dummerweise habe ich mal wieder Bereitschaftsdienst und darf nicht raus. So sehe ich also wieder nur die Hafenanlage und ein kleines Stück Land. Und dieses ist auch noch recht felsig. Eigentlich hätte ich Goa ja ganz gern mal von nahem gesehen, andererseits ist es wieder unglaublich heiß draußen (33°C im Schatten) und ich bin mal wieder recht müde. Dabei bin ich gestern gar nicht so lange aufgeblieben…

Aber für morgen hab ich wieder Glück. Ich bekomme wieder den Passagierstatus und habe über Lunch frei. Also nix wie raus und an Land in der alten Hafenstadt Bombay! Diese alten Städte reizen mich besonders, da ich hin und wieder in alten bzw. historischen Romanen über diese Städte gelesen habe. Und nun, ich kann es kaum fassen, stehe ich selbst direkt dort, wo die Geschichten spielen! Selbst wenn es noch so schmutzig und anders ist. Abgesehen davon wundert es mich allerdings immer wieder, warum in Indien so viele Städte die Jahrhunderte alten Namen verloren und nun neue Namen tragen. Die alten sind mir durch die Geschichten wesentlich geläufiger. Aber egal wie, ich freue mich riesig, das alte Bombay – heute Mumbai – zu entdecken.

Nachtrag: Zitat aus dem Internet: Grund war damals, sich von der Namensgebung der ehemaligen britischen Kolonialmacht zu distanzieren. Fragt man Inder in den betreffenden Städten, so sind ihnen die neuen Namen geläufig – aber benutzt werden sie nur von einer Minderheit.

Hafen von Mumbai

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