Schlagwort-Archive: Dubrovnik

14.Mai 2014 um 0.30 uhr

Bari verpasst….

Was für eine Nacht! Zwar habe ich nicht viel mitbekommen, denn ich habe geschlafen wie ein Stein, aber wir waren zwei Stunden eher in Bari als geplant. Der Wind frischte ziemlich auf und vereitelte dann auch unser Anlege- Manöver. Es war einfach nichts zu machen. Der Wind drückte uns immer wieder in die falsche Richtung, zumal die Hafeneinfahrt und unser Liegeplatz nicht sehr breit sind. Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten und Wellen von 3 Metern und mehr machten dies unmöglich. Also startete der Kapitän durch und nahm Kurs auf Dubrovnik, wo wir wohl gegen 17:00 Uhr heute ankommen werden. Die Überfahrt, einmal quer über die Adria zur anderen Küste, ist ziemlich schaukelig. Den Gästen geht es nicht sehr gut. Wir haben für unser Restaurant dann auch bereits die ersten Stornierungen. Zum Glück geht es mir gut. Ich habe keine Probleme wegen Seekrankheit. Im Gegenteil, ich lege mich jetzt hin und lass mich in den Schlaf wiegen….

Gerade komme ich aus der Stadt zurück. Es ist nach Mitternacht, denn wir haben eine ungeplante Overnight in Dubrovnik. Endlich konnte ich mir die Stadt etwas ansehen. Und auch noch by night! Wirklich nicht zu verachten! Zwar waren natürlich keine Sehenswürdigkeiten zu bewundern, aber deswegen war ich auch nicht draußen. Ich wollte endlich mal wieder gut Essen gehen, ein oder zwei Glas Wein trinken und das ganz in Ruhe. Es war wunderbar! Keine Touristenmassen, viel Platz und Ruhe. Zwar waren es auch horrende Preise, aber egal. Ich bestellte mir ein Rumpsteak mit Kräuterbutter. Das Fleisch war in Form geschnitten und die Kräuterbutter in Petersilie getunkte Butter. Aber das Fleisch war saftig und rosa gebraten. Und der Wein war nicht wirklich gut. Zum Abschluss ging ich noch etwas durch die Altstadt spazieren. Stille enge Gassen, ein alter Hafen, viele kleine Restaurants und die immer präsente gewaltige Stadtmauer prägten das Bild der Altstadt. Und einige sehr imposante Kirchen lagen ebenfalls auf meinem Weg. Alles in allem: so lange zu Warten, hat sich doch gelohnt. Ich bin nun satt, zufrieden, betrunken und müde genug, um zu schlafen.

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Übrigens sind die Straßen tatsächlich so blank; es hatte mal nicht geregnet.

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1.Mai 2014 um 12:30 uhr

Regen, Regen, Regen

Leider bleibt uns das miese Wetter weiterhin herhalten. Auch heute regnet es wieder in Strömen. Wir sind in Dubrovnik und eigentlich habe ich viel frei heute. Es ist komisch, das wir eigentlich stets von gutem Wetter ausgehen und es echt doof ist, wenn dem dann nicht so ist. Also bin ich nur kurz in die Stadt geschlendert, bin aber nicht lange geblieben. Es ist recht kühl, es sind zu viele Touristen unterwegs und so macht das ganze wenig Spaß.
Sicherlich ist Dubrovnik, oder ehemals Ragusa, eine recht hübsche Stadt, doch so kann ich ihr recht wenig abgewinnen. Die Altstadt wird von einer großen eindrucksvollen Stadtmauer begrenzt. Sie wirkt sehr stark, bedrohlich und wuchtig. Auch Ragusa hatte im Laufe der Zeit verschiedene Herrscher. Mal waren es die Venezianer, mal die Türken, und natürlich die Serben und Kroaten. An den letzten Krieg können wir uns ja noch gut erinnern. Zum Glück ist da von heute nichts mehr zu sehen. Neben der Stadtmauer mit Festung ist noch die älteste Apotheke Europas zu erwähnen und zwei, drei schöne Kirchen sowie ein Benediktinerkloster mit einem echt hübschen Kreuzgang. Aber wegen des miesen Wetters habe ich nicht fotografiert. Das wurde sicher eh nichts werden und ich komme ja noch drei mal wenigstens her. Also hoffe ich bei meinem nächsten Besuch einfach auf besseres Wetter für die Fotomotive. Morgen gehts dann wieder nach Zadar und dann wieder nach Venedig. Da kann ich leider nicht raus, wegen Bereitschaft. Alle vier Tage, die Seetage ausgenommen, habe ich diesen Dienst, wo ich einfach nur an Bord bleiben muss. Leider.

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23.April 2014 um 23:30 uhr

In die Adria…

Heut war ein recht einfacher Tag. Zumindest der Abend, da wir nicht viele Gäste hatten. Es gab Fußball, und wir empfangen seit dem Suezkanal wieder deutsches TV. Da bleiben die Gäste halt aus. Und die letzte Stunde Zeitverschiebung hatten wir letzte Nacht auch. Wir haben, seit ich in Singapur aufgestiegen bin, immer wieder mal eine Stunde dazu bekommen. Sollte ich einmal die Trans Atlantik Reise Richtung New York machen, wird mir dann wieder Stück für Stück eine Stunde geklaut. Obwohl diese Reise sicherlich auch etwas für sich hat. Wir werden sehen.

Ostern ist nun auch vorbei. Für die Gäste, speziell für die Kinder, gab es eine zünftige Eiersuche auf Deck10 und jeder Menge Schoko-Osterhasen. Abgesehen von der Dekoration haben wir, von der Crew, nicht so viel von Ostern mitbekommen. Obwohl doch, in Israel platzten wir in die Vorbereitungen zum Osterfest rein. Also unsere Scouts berichteten von diversen Umzügen zum Palmensonntag (glaube ich). Vielleicht bringe ich da jetzt auch was durch einander…

Also fahren wir heute, wir hatten einen Seetag, nach Dubrovnik, Jugoslawien, mit 15 Knoten durch eine recht wellige See bei frischen 20°C in die Adria, deren letztes Ziel am Samstag Venedig sein wird. Darauf freue ich mich besonders, da mein letzter Besuch dort an die 20 Jahre her ist. Und das beste ist, ich habe 6 Stunden Freizeit. Vielleicht kann ich mich ja sogar einer Stadtführung anschließen?!

Ich wurde gefragt, was es eigentlich mit dem Fisch spa auf sich hat. Bisher habe ich das ja zwei mal gemacht. Es sind einfach kleine Doktor Fische, die die Hornhaut an den Füssen oder Händen abknabbern. Erst kitzelt es wie blöd, dann gewöhnt man sich dran und es wird angenehm. Hinterher hat man ganz weiche Füße. Es macht eigentlich richtig Spaß und man gönnt sich ja sonst nix. Außerdem ist es in der Regel spottbillig.

Übrigens noch mal kurz zu dem Reiseverlauf. Ich denke, der wird von Rostock aus festgelegt durch die Hauptzentrale. Wir bekommen das dann so Häppchenweise mitgeteilt, zumindest in meinem Rang. Die höheren Offiziere wissen das sicher auch etwas eher. Manchmal ist es nicht schlimm, manchmal find ich es schon schade. Nach Israel kommt man halt nicht so einfach, wie nach Ägypten. Das war okay. Aber nach Odessa wäre ich schon gerne gefahren. Aber ändern kann ich es halt auch nicht, also nehm ich es, wie es kommt und freue mich, das ich das alles erleben darf.

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