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6.07.2014 um 11:00 uhr

Wieder im Schwarzen Meer…

Leider habe ich nun wieder nicht viel beschrieben in den letzten Tagen. Auf dieser Reise haben wir auch viele echt anstrengende Gäste. Das bedeutet viel Arbeit und wenig Zeit zum Erholen. Andererseits sind diesmal auch sehr nette Gäste der Trans-Reise wieder dabei, die wir bereits kennen. Also von der Überfahrt von Asien zur Adria. Außerdem habe ich eine neue Chefin und mein Team hat in den letzten Wochen fast komplett gewechselt. Viele sind abgestiegen, viele sind neu dazu gekommen. Aber wir spielen uns immer mehr ein und es wird langsam, wenn es auch teilweise nicht einfach ist. Aber so ist der Job halt.

Ein paar Neuigkeiten gibt es aber auch zu berichten. Im September ist meine Reise hier ja zu Ende. Aber ab November geht es wieder los. Und da mir der Winter zu kalt in Deutschland ist, werde ich diesen auf der Aida bella in der Karibik verbringen. Leider ist keine Überfahrt diesmal dabei, sodass wir den ganzen Winter nur im Kreise fahren. Aber immerhin mit schöner Kulisse. Mexiko, Jamaika und Dom. Rep. sind mit dabei. Als Vorbereitung darauf habe ich mich heute für einen Tauchschein angemeldet. Hoffentlich klappt das alles. In der Karibik tauchen ist schon irgendwie geil!

Wir sind gerade auf dem Wege nach Varna. Vor und nach Sochi gibt es ja einen Seetag. Und in Sochi komme ich wegen fehlendem Visum nicht raus. Also bin ich mal wieder auf dem Schiff gefangen. Aber das Wetter ist eh nicht soll toll. Es ist zwar wirklich schwül warm, aber die Sonne kommt nicht so recht durch.
Dafür konnte ich in Istanbul natürlich während unserer Overnight wieder Abends raus und Essen gehen. Diesmal war ich mit einem Kollegen am Taksim-Platz. Dort, wo das Leben auch Nachts in Istanbul tobt, wo die Jugend unterwegs ist und im letzten Jahr für so viel Wirbel gesorgt hat. Es war schon beeindruckend, wie offen diese Generation ist. Gar nicht so verschlossen, wie das Klischee der traditionellen Türken vermitteln will.
Außerdem habe ich meine Bosporus Rundfahrt gemacht. Eine Stunde – ja wie nun – Strom aufwärts? und wieder zurück. Unter zwei großen Brücken durch, die Asien und Europa verbinden. Vorbei an herrlichen Palästen, die geradezu französisch anmuten, mit langen Arkaden und Säulengängen. Vorbei an großartigen Villen, eleganten Hotels und luxuriösen Privatanwesen. Und auch vorbei an einer alten Festungsanlagen, deren Wehrtürme und Mauern noch sehr gut erhalten waren. Diese dienten einst dazu, den Bosporus komplett abzuriegeln. Und überall, an allen markanten Punkten entlang des Wassers, weht die riesige türkische Flagge. Und dutzende Moscheen mit ihren langen schlanken Minaretten! Man kann sie kaum alle zahlen. Sie wirken stets so wuchtig und doch erhaben. Also sehr sehenswert!

Also ich bin gespannt, wie es weiter geht!

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19.6.2014 um 15:40 uhr

Unterwegs in Konstantinopel

Also zu Fuß von Europa nach Asien. Ein unwirkliches Gefühl. Ein bisschen schräg. Aber witzig.

Also nach einer sehr kurzen Nacht bin ich direkt nach dem Frühstück wieder raus in die Stadt. Heute war Kultur dran. Die Verwirklichung eines Traumes. Erst fand ich nach einigem Suchen die Suleyman-Moschee, ein wirklich schöner Bau aus dem 16. Jahrhundert. Dann aber ich ging es mit dem Taxi zum Sultanahmed. Ein riesiges Viertel am goldenen Horn, wo die blaue Moschee, die Hagia Sophia und der Topkapi Palast zu finden sind.
Also zuerst in die blaue Moschee. Groß und hell wirkt sie. Mit dem weißen Marmor und den blass-blauen Kuppeln mit den vielen großen Fenstern wirkt diese Moschee recht freundlich. Ein richtig großer Innenhof lässt das ganze nach imposanter wirken. Schon mal sehr beeindruckend!

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Richtig geflasht hat es mich aber bei der Hagia Sophia. Dieser Monumentalbau gehört für mich nun eindeutig zu den unglaublichsten Bauten der Welt. Auf einer Stufe mit dem Petersdom in Rom und der Markus-Basilika in Venedig. So riesig, so gigantisch, so düster, so erdrückend. Man ist nicht von der Pracht erschlagen, sondern von der Wuchtigkeit dieses Doms des Islams. Heute ist es ja ein Museum und keine Moschee mehr. Elfenbein aus Afrika, Marmor aus Ägypten und Säulen aus Ephesos. Auch wenn ein riesiges Gerüst im Inneren stand, war es absolut gigantisch. Auf einer Galerie kann man fast einmal oben rund laufen und alles aus einer anderen Perspektive sehen.

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Leider hat die Zeit nicht mehr für den Topkapi Palast gereicht. Also ging es zurück über das Hippodrom, wo die beiden Obelisken und die Schlangensäule stehen. Ein riesiger Park umgibt diesen ganzen Komplex, sehr schon mit gepflegten Wiesen, bunten Blüten, großen Bäumen und hie und da auch wunderbare Palmen. Die tausenden von Touristen habe ich weitgehend ignoriert, genauso wie die Hitze (29°C im Schatten).
Und nun geht es weiter … mit der Arbeit. Heute sehen wir das Auslaufen wieder mit den Gästen zusammen an. Und wenige Stunden später sind wir schon im Schwarzen Meer! Der helle Wahnsinn!

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18.6.2014 um 17:00 uhr

Am goldenen Horn

Der erste Eindruck von Istanbul: Es ist groß, es ist laut, es ist dreckig.

Leider machten wir erst um 15:00 Uhr an der Pier fest, für weite Entdeckungstouren ist also nicht viel Zeit, da ich ja um 17:00 wieder an Bord sein musste. Obwohl die Einfahrt, also die Kulisse der Stadt schon sehr atemberaubend ist. Fremdartige Häuser über dem Wasser, hie und da recken sich die Minarette der Moscheen in die Höhe. Und über allem eine leicht dunstige Glocke aus Smog.
Also bin ich, nach dem ich das Einlaufen gebührend fotografisch festgehalten habe, direkt raus. Einmal über die Galata- Brücke, und schon stehe ich mitten im türkischen Basar. 1400 Geschäfte in 90 Gassen. Es ist total unübersichtlich. Bevor ich mich wieder verlaufen konnte, suchte ich nach eine Stunde auch schon das Weite. Man hat ja keinen Anhaltspunkt, da der Basar komplett überdacht ist. Also kein Himmel, keine Sonne. Dafür bietet sich mit jedem Schritt ein neues Bild, jeder zweite Schritt eröffnet neue Gerüche nach Gewürzen, Obst, Fisch, Leder, Stoffe und vieles mehr. Und bei jedem dritten Schritt schreit Dir jeder arabische Händler sein komplettes Warenangebot in unverständlichem türkisch in Ohr! Diese Sprache hat ja nun mal null Gemeinsamkeiten mit einer europäischen Sprache. Man versteht rein gar nix, wenn man nicht grad in Berlin oder Köln aufgewachsen ist. Es gibt für alles ein eigenes Viertel in diesem Basar. Süßigkeiten, Gold, türkische Wasserpfeifen, Luffa Schwämme, frische Orangen, Kirschen und Datteln, Teppiche, Stoffe, Souvenirs, Tand, Blödsinn und Schnick Schnack. Es gibt nix, was es nicht gibt! So, das ist der erste Eindruck. Heute Nacht gehts nochmal raus, denn wir haben ja Overnight!!!!

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Fazit der Nacht

Es war lange, es war lustig, es war toll. Wir haben echt türkisch gegessen und getrunken und sind noch etwas durch die Nacht spaziert. Stefan, der Musikmanager, Tobi von der Rezeption und Ann-Katrin, meine Kollegin vom Restaurant. Wir saßen erst in einem kleinem Restaurant unter Galata- Brücke, quasi direkt über der Bosporus. Wir haben viel erzählt und viel gegessen. Es war ein wirklich schöner Abend. Nur der Schlaf danach kam viel zu kurz.

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