Schlagwort-Archive: Seetag

14.1.2018 um 21:30 uhr

Zurück in Luxor

Heute war unser Seetag. Wir sind nun zurück in Luxor und liegen diesmal genau vor dem Luxor Tempel, der bis um 21:00 Uhr wunderbar beleuchtet war. Den ganzen Tag über war es recht windig auf dem Sonnendeck. Wir versuchten uns zwar so gut es ging einzupacken, aber es hat nicht viel genützt. Ansonsten haben wir lediglich die vorbeiziehende Landschaft beobachtet und versucht, uns vor dem Wind zu schützen. Schilf, Zuckerrohr, Palmen und Bananen, hin und wieder Wüste mit Bergen und Dünen, ab und zu auch mal kleine Berge und Hügel prägten das Bild.

Vielleicht an dieser Stelle mal ein paar Worte zum Schiff. Es ist 120 Meter lang und 14 Meter breit. Es hat eine Besatzung von 60 Mann und eine Kapazität von maximal 120 Gästen. Es gibt eine Bar und ein Restaurant und in der Lobby sind zwei Geschäfte, wo man Souvenirs kaufen kann. Die Zimmer sind alle mit französischem Balkon ausgestattet. Allgemein wirkt das Schiff schon ganz gut in die Jahre gekommen, aber dafür sollen die Kabinen die größten der Flotte sein. Und groß sind sie schon, das muß man zugeben. Der Service ist ganz okay, das Essen könnte heißer und qualitativ auch etwas besser sein, aber es ist akzeptabel. Fast die ganze Crew spricht etwas deutsch oder wenigstens englisch. Ansonsten gibt es für den deutschen Durchschnittstouristen leider an Bord nicht viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Allerdings ist man die meiste Zeit sowieso nur zum Essen oder schlafen an Bord. Das Ausflugsprogramm ist sehr umfangreich. Sehr gut, sehr kompetent und informativ sind die Reiseleiter Ahmed und Moshen, beides gebürtige Ägypter, die aber beide gut deutsch sprechen. Auch die abendliche Unterhaltung ist okay, denn es wurden oft Themenabende angeboten, wenn auch dafür vermutlich nur Laien angeheuert wurden. Zumindest wirkten sie selten professionell. Leider, je nach Standort, fällt auch hin und wieder das Internet aus. Vielleicht ist das hier noch nicht so flächendeckend ausgebaut?

Ansonsten bin ich zufrieden mit der Reise. Vom kulturellem Aspekt her bin ich mehr als zufrieden, denn ich habe so viel gesehen und über den ägyptische Geschichte erfahren, das ich davon sehr begeistert bin. Und zwei ganze Tage in Kairo stehen ja noch aus! Und da gibt’s die Pyramiden, auf die ich mich schon sehr, sehr freu!

Luxor Brücke über den Nil
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16.6.2014 um 23:30 uhr

Auf See…

dem ersten von fünf Seetagen auf dieser Reise. Gestern sind die neuen Gäste angekommen, was recht anstrengend für einen guten Teil von ihnen war. Denn diese Gäste sind von Stuttgart aus geflogen. Zumindest wollten sie. Letztendlich fiel die Maschine komplett aus und die Gäste hatten an die 12 Stunden Verspätung. Die ganze Reise für die Gäste dauerte 16 Stunden von Stuttgart nach Antalya! Das ist schon recht heftig. Aber wir warteten auf sie, konnten allerdings auch erst letzte Nacht um 2:00 Uhr los. Heute durchpflügen wir die See auf dem Weg nach Izmir in der Türkei mit 16 Knoten pro Stunde. Die Sonne ballerte mit sengenden Strahlen vom stahlblauen Himmel. Keine Wolke weit und breit zu sehen. Und eine ruhige See, wie ein Ententeich. Da ich heute viel Zeit hatte, legte ich mich in die Sonne am Bug, unseren Blech Beach. Durch den Fahrtwind spürte ich die Hitze kaum. Nun hab ich den Salat. Weil ich die Sonnenbrille auf hatte, sehe ich nun aus wie ein Panda Bär. Und nein, davon gibt es kein Foto!

Man glaubt gar nicht, welche Kreise so eine Verspätung auslösen kann, was da noch alles dran hängt. Zum Beispiel wollten ja auch die anreisenden Gäste diese Maschine zurück nach Stuttgart nehmen. Ich weis nicht, wie lange die gebraucht haben…

Die Vorbereitungen fur die neue Reise sind recht umfangreich und anstrengend. Aber langsam wird sich das alles einspielen und regeln. Nur wenige Gaste haben kein Verstandnis. Aber die meisten der neuen Gäste sind nett, kennen Aida bereits. Nachdem sie sich Luft wegen der miserablen Anreise gemacht haben, können sie nun optimistisch nach vorne blicken. Und ich freue mich auf Istanbul! Da habe ich den Nachmittag über frei und werde mir die Stadt ansehen! Ein weiterer Traum geht in Erfüllung. Ein weiteres Häkchen auf meiner Liste places-I-want-to-see.

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5. April 2014 um 16:40

Auf nach Westen…

Gestern Abend ließen wir das tropische und feuchte Indien hinter uns und machten uns mit rasender Geschwindigkeit von 17 Knoten auf nach Westen. Ziemlich waagerecht gegenüber auf der anderen Seite des arabischen Meeres liegt unser nächstes Ziel, Salalah im Sultanat Oman. Leider werde ich nicht viel Zeit haben, das Land zu sehen, denn ich habe einen recht blöden Dienst. Aber vielleicht reicht es ja für einen Strand Besuch. Baden im Meer hab ich ja bisher nicht geschafft. Und der Strand soll gar nicht so weit weg sein, wie mir ein Gast erzählte. Auf jeden Fall hört die schwüle Hitze auf. Jetzt bekommen wir trockene Hitze. Wenn das nicht hilft….?!

Viel passiert heute nicht, denn ich bin immer noch recht kaputt von gestern. Erst gegen 0.30 Uhr sind wir gestern fertig geworden und zu allem Überfluss hatte ich heute 6 Uhr Dienst. Also verbrachte ich meine Pause mit dem betrachten meiner Augenlider von innen. War sehr erholsam und beruhigend.

Aber ein tolles Feedback haben wir bzw. ich bekommen. Zum ersten haben wir eine sehr gute Kundenzufriedenheit erreicht. Zum zweiten haben wir auf der letzten Tour / Reise unser Umsatzziel mehr als geschafft. Und zum dritten liegen wir trotz lauer Geschäfte derzeit immer noch weit im Soll für diese Reise. Sogar der General Manager Steffen hat uns gelobt! Also alles im grünen Bereich! Macht mich direkt ein bisschen Stolz!

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Dienstag, 25. März 2014 um 0:07

Auf nach Indien

Nun verlassen wir den asiatischen Raum und segeln nach Indien. Ich komme mir vor, wie Phileas Fogg. Eine Reise um die Welt in 80 Tagen, nur fahren wir in die entgegengesetzte Richtung. Ab heute liegen drei Seetage vor uns. Trotzdem habe ich heute fast frei, denn ich muss mal nicht zum Mittags Dienst. Das nutze ich dann gleich zum Waschen…

Die ersten Gäste saßen heute früh um 7 schon wieder am Pool, und nun wird es immer heißer. Es sind jetzt um 11.30 Uhr schon 32°C Luft und 28°C Wassertemperatur. Die See ist spiegelglatt und wir fahren mit 15 Knoten Richtung Westen. Selbst früh morgens sind es schon 27°C. Und es weht kein Lüftchen. Und wird immer heißer! Also habe ich endlich wieder Zeit, zu Lesen, zu Schlafen in meiner kühlen Kabine und um mich auszuruhen. Vielleicht komme ich noch auf das Sonnendeck.

Die Arbeit selbst ist nicht wirklich schwer, denn eigentlich muss ich nur schauen, dass die Kellner und Hilfskräfte ihre Arbeit machen. Eigentlich muss ich nur viel laufen, von Station zu Station und von Restaurant zum Buffet und Office. Selbst im Restaurant müsste ich keinen Teller anfassen. Da besteht meine Aufgabe auch darin, mich mit den Gästen zu unterhalten. Das fällt mir noch immer nicht leicht. Einfach nur small talk zu machen. Aber ich versuche es, und lerne es sicher auch mit der Zeit. Zumal die meisten Gäste sowieso von sich aus dann ins Reden und Schwärmen kommen, und von Ihren Erlebnissen erzählen.

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