Schlagwort-Archive: Triest

1.6.2014 um 24:00 uhr

Giro d Italia in Triest

Heute sind wir in Triest. Und wie es der Zufall will, ist heute auch der Giro d Italia in der Stadt. Und da wir jedes mal direkt gegenüber dem Stadtzentrum vor Anker liegen, haben wir auch heute einen der absoluten Spitzenplätze mit Blick auf den Zieleinlauf. Leider erfahre ich gerade, das auch die Gäste heute auf unseren Blech Beach dürfen. Normalerweise ist der nämlich nur der Crew vorbehalten. Nirgendwo hat man seine Ruhe…
Es herrscht ganz schöner Trubel in der Stadt, viele Touristen sind natürlich unterwegs. Kein Wunder, hat sich doch auch die italienische Luftwaffe angekündigt. Also liege ich hier in der Sonne und warte auf die Radler. Vielleicht kann ich ja einige coole Fotos schießen. Also die Sonne brennt, es weht ein leichtes Lüftchen, und ich muss erst um vier wieder arbeiten.

Später… Es war schon ein Highlight, die Fighter zu sehen, wie sie die italienischen Farben an den Himmel malten.
Der Abend war natürlich wieder recht anstrengend, aber die Gäste sind nett, entspannt und freundlich. Sie genießen unsere Küche und den Service. Auch wenn es wieder ein langer Tag war und uns wieder in der kommenden Nacht eine Stunde geklaut wird. Da werd ich morgen, am Seetag, wieder schön müde sein…

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Mein Kollege stiehlt mir hier fast die Show…

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18.Mai 2014 um 13:00 uhr

Auf zur 4. Runde

Ich gestehe, langsam wird die Adria langweilig. In Triest, heute, Zadar und Venedig war ich jetzt schon zum vierten mal. Korfu und Bari zwar nur zwei mal, aber viel neues bietet das auch nicht mehr. Obwohl der nächtliche Spaziergang war schön. Aber das haben wir nicht oft. Zwar wäre ich gerne auch mit Kollegen unterwegs gewesen, aber, die Arbeitszeiten sind zu unterschiedlich. Die Interessen dann leider auch. Ich wollte essen gehen, andere feiern und Party machen. Heute in Triest ist es leider wieder ziemlich kühl. Und da Sonntag ist, haben auch nicht viele Geschäfte auf. Also habe ich mal wieder eine Stadtrundfahrt gemacht, obwohl mir der Wind im offenem Bus ganz schön entgegen wehte. Und viel von den Sehenswürdigkeiten habe ich tatsächlich schon bei meinen Spaziergängen erkundet. Es wird echt Zeit für eine neue Route. Also verbrachte ich die letzten Tage wieder viel mit schlafen und auch lesen. Da habe ich irgendwie mehr von, zumindest im Augenblick. Die neuen Gäste sind wieder recht anstrengend, das wird also wieder ein schöner Spaß… Und hoffentlich wird es bald wieder wärmer…

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4.Mai 2014 um 13:00 uhr

Ein langer Tag in Triest

Nun bin ich wieder in Triest und hatte eigentlich vor, mir das Schloss Miramar anzusehen. Schließlich wurde es von den Habsburgern für Sissi erbaut. Dumm nur, das ausgerechnet heute ein Marathon in der Stadt stattfindet und es daher unmöglich ist, dorthin zu gelangen. Es sind einfach zu viele Straßen gesperrt. Selbst unsere Tour für die Gäste zum Schloss musste abgesagt werden. Na mal sehen, ob ich es in den nächsten drei Wochen noch mal schaffe. Es sol ja sehr schön sein und einen großen Park besitzen. Es ist zwar noch immer recht frisch, aber zumindest regnet es nicht mehr. Leider habe ich mir wohl doch eine kleine Erkältung eingefangen. Heute früh wachte ich mit Halsschmerzen auf, die Nase ist bereits seit einigen Tagen am laufen. Also bin ich zum Schiffsarzt und habe mir einige Medikamente geben lassen. Hoffentlich hilft etwas davon. An zwei Tagen dieser Woche sind wir schließlich schon ausgebucht, es verspricht also eine anstrengende Woche zu werden. Aber ich bin guter Dinge. Ich habe eine große Portion frischer Spaghetti im Bauch und suche mir gleich ein Plätzchen an der Sonne. Die kleine Pizzeria, in der ich hier sitze, ist die gleiche, wie letzte Woche. Das Essen ist gut und sie liegt gleich gegenüber von der Aida. Also quasi einmal stolpern und ich bin wieder zu Hause. Die Gäste werden auch wieder angenehmer, denn die Ferien sind vorbei. Also keine 300 Kinder mehr an Bord, die einem die letzten Nerven rauben oder über dem Restaurant fast die Decke zum Einsturz bringen. Gestern beim Check in aber gab es noch einige sehr witzige Begebenheiten. Hier also zwei Anekdoten von Check-in Schalter:

Sie zu Ihm (die mit vielen Taschen behängt ist): Lass mich mal an deine Hose ran, ich Krieg ihn nicht raus. Der Ausweis ist gemeint.

Der Kollege bedient den Check-in PC und ruft damit die Daten der Gäste auf. Er: Entschuldigung, ich war grad in ihrer Frau drin.

Zwei Pärchen wollen einen Tisch reservieren. Die beiden Damen, eindeutig älteren Semesters, sagen mit einem Lächeln: Wir werden zusammen 30. Und etwas ernster fügen sie hinzu: Keinen Spruch jetzt!

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27.April 2014 um 24:00 uhr

Glauben ist alles…

So, gestern waren wir in Venedig, in der nordwestlichen Ecke der Adria. Heute befinden wir uns in Triest, in der nordöstlichen Ecke.
Leider ist der Tag heute alles andere als sonnig und warm. Es sind knappe 20°C und bedeckt und es regnete. Doch ich sitze am Hafen unter einem Heizstrahler und lasse mir gleiche eine leckere Pizza schmecken.

Mein Stadtbummel heute war höchst religiös. In Triest gibt es einige sehr sehenswerte Kirchen, und ich habe einige besichtigt. Erst eine schöne Kirche , welche entfernt an das Pantheon in Rom erinnerte, zumindest hat er eine ebensolche Rundkuppel. Sehr schön anzusehen. Plötzlich wurde es sehr andächtig und still. Die Kerzen wurden entzündet und Pfarrer betraten den Altar. Die Messe begann. Leider auf italienisch und lateinisch. Beides ist für mich unverständlich, daher setzte ich meinen Spaziergang fort.

Und ich sah etwas, was mich wirklich zum Schmunzeln brachte und Erinnerungen weckte. In der Stadtmitte gibt es einen Canale Grande. Auf dem spielten einige Wildwasser-Kanuten, und zwar Wasserball. Da ging mir natürlich das Herz auf. Ich werd doch immer wieder überrascht!

Dann konnte ich zum ersten mal eine serbisch orthodoxe Kirche besichtigen, die blaue Kuppeln hatte. Es sah wirklich toll aus. Viele Kerzen brannten und ließen die goldenen Verzierungen und Einlegearbeiten blinken und strahlen. Vorbei am alten Teatro Romano (Amphitheater) aus dem 1. Jahrhundert ging es ein Stück weiter in die Stadt hinein. Besser gesagt, ich stieg einen ziemlich steilen Hügel hinauf zu einer alten Festung. Kaiserin Elisabeth von Österreich, Sissi, soll hier viel Zeit verbracht haben. Die Festung selber konnte man nicht besichtigen, wohl aber die dazugehörige Kirche. So strahlend hell und voller Marmor die ersten Kirchen heute waren, so dunkel und düster war diese nun. Eine dunkel gebeizte Holzdecke, ein sehr dunkles Altarbild. Allerdings platzte ich auch mitten in eine Taufe hinein. So konnte ich leider keine Fotos machen, da ich die anwesenden Gäste nicht stören wollte. Aber von dem Kirchturm oben aus hatte ich einen wunderbaren Rundumblick über Triest.

Viel mehr hat die Stadt leider nicht zu bieten. Zwar gehörte sie 500 Jahre lang zum Hause Habsburg, aber seit sie wieder italienisch ist, scheint nicht viel passiert zu sein. Jetzt kommen nur noch viele Touristen….

So, wir sind auf dem Weg nach Korfu, Griechenland. Wir haben morgen einen Seetag vor uns und heute Nacht wird die Uhr zurück gestellt. Also schnell schlafen.

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