Archiv der Kategorie: Allgemein

12.12.2019 um 16:00 uhr

St.Maarten,

Hach, jetzt hab ich es auch endlich mal nach St.Maarten geschafft. Das ist übrigens die insel, wo die Flugzeuge über den Strand fliegen müssen, um zu Landen. Zwar hatte ich nicht viel Zeit, aber ich war an Land! Also streng genommen war ich heute sogar in den Niederlanden, denn diese kleine Insel in der östlichen Karibik gehört noch immer zum Königreich. Nachdem es heute früh wie aus Eimern geschüttet hatte, kam irgendwann dann doch endlich die Sonne heraus. Und was mussten wir feststellen? Wir waren eingekesselt! Rechts und links neben uns langen einige riesige Kreuzfahrtschiff und versperrten uns die Sicht! Rechts die Royal Princess mit 3500 Passagieren, links die Oasis of die Sea mit 6000 Passagieren und die Anthem of the Sea mit 5000 Passagieren. Und hinter uns lag noch ein kleines Schiff mit 1500 Passagieren. Und wir haben eine Kapazität von 2300 Gästen. Und auf der kleinen Insel uf der kleinen Leben nur 35.000 Leute. Da haben wir mal ordenlich aufgestockt! Dementsprechend voll war es auch. Trotzdem musste ich mir die Beine vertreten und bin zum nahegelegenen Strand. Der war zwar nur mäßig schön, aber das Hard Rock Cafe war halt da. Und wieder eins dazu… (Zu dem berühmten Strand mit den Flugzeugen fahre ich nächstes mal!) Aber in den ganzen Souveniershops habe ich tatsächlich auch karibischen Tee gefunden! Ich bin ja völlig begeistert, denn damit hab ich nicht gerechnet! Nur werde ich also irgendwann Kokos Tee, Passionsfrucht Tee und Mango Tee verkosten! Wie schön!

Vormittags war übrigens unser Audit. Ich muss gestehen, ich war doch etwas angespannt. Denn dies war der erste wichtige Checkout, der in meine volle Verantwortung fällt. Aber alles okay, nichts gefunden, keine Beanstandungen! Ich bin erleichtert! Heute Abend werde ich voll eskalieren und 2 Bier trinken!

St.Maarten, Niederländische Antillen
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10.12.2019 um 14:00 Uhr

Samana, Dominikanische Republik

So langsam komme ich rein, Stück für Stück finde ich meinen Rhythmus, werde vertrauter mit meinen Aufgaben. Zum Glück haben wir keine größeren Herausforderungen zu bestehen, abgesehen vom täglichen Business. Derzeit haben wir noch einen Audit an Bord, aber bisher sieht es ganz gut aus. Den werden wir überleben. Als weiteres Highlight haben wir einige Gäste der abgesagten Mira Jungfernfahrt bekommen. Wie nicht anders zu erwarten, sind wieder viele altbekannte Gesichter dabei. Die Vielfahrer halt. Und die lassen ihrem Ärger einfach freien Lauf. Wir können hier leider nicht viel machen, denn auf die Mira und die Arbeiten dort haben wir halt keinen Einfluss. Aber manchmal müssen wir halt herhalten, sei es als Blitzableiter oder als Kummerkasten. Gehört halt zum Job. Während dessen versuche ich mich noch immer an das Klima zu gewöhnen. Die Luftfeuchtigkeit ist einfach so unfassbar hoch, und das geht von morgens 7 Uhr bis fast Mitternacht. Damit komme ich noch nicht so klar. Naja, nach einem Sommer in Norwegen… Aber das wird schon noch. Dazu kommt, das ich derzeit auch noch lange, lange Tage habe, unter 14 Stunden wird es einfach nix, denn wir machen mit einigen unserer Mitarbeiter noch Tests, und die ziehen sich. Die können wir halt erst später am Abend machen. Manche kommen durch, manche halt nicht. Manchmal ist es auch nicht leicht für uns… Als Jury quasi. Und dann steht natürlich noch Weihnachten vor der Gangway. Langweilig wird es sicher nicht. Mit Landgang wird es so auch schwierig. Aber hier in Samana war ich ja auch schon, viel gibt diese Ecke hier eh nicht her und wir liegen auch nur kurz hier. Und auch noch mit Tender… Vielleicht klappt es ja noch mal in St.Maaten. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Sonnenaufgang über Dominikanischen Republik
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4.12.2019 um 15:45 Uhr

Cozumel, Mexiko

So, die ersten Tage sind vergangen, Zeit für ein kurzes Fazit. Also es ist schon eine ganz andere Nummer in dieser Position. Sicherlich macht es viel Spaß, man ist sehr frei und so lange es läuft, ist auch alles gut. Aber demnächst erwarten wir einige wichtige Kontrollen, Audits, und da muss es halt immer noch laufen. Aber bisher ist alles gut, die Teams sind sehr stark und schon lange dabei. Bisher läuft es. Und mein Kollege Jan ist ja auch noch einige Tage da. Aber das wird schon! Es muss halt. Noch habe ich meinen Rhythmus nicht gefunden, aber ich komme langsam in die Materie rein. Einen ersten Überblick habe ich jetzt bekommen, nachdem erstmal tausend Mails lesen musste. Es ist erstmal sehr viel Input in kurzer Zeit, aber nun kann ich mich auf die Zukunft stürzen.

Heute war ich dann auch zum ersten mal an Land, und zwar in Mexiko. Nachdem ich heute, wegen der frühen Liegezeit bereits um 5:30 Uhr anfangen musste, wollte ich mir dann doch mal die Füße vertreten. Hier in Cozumel gibt es die berühmt, berüchtigte „No Name Bar“. Von ehemaligen Crew Mitgliedern gegründet, hauptsächlich für Crew Mitglieder. Hierher zu kommen ist quasi ein Muss! Frei nach dem Motto: Du bist kein Seemann, wenn Dein Name nicht in der No Name Bar hängt. Jedes Crew Mitglied lässt nämlich sein Namensschild hier an einer Wand. Und mittlerweile ist diese Wand sehr groß und sehr voll geworden. Nachdem ich 2015 hier war und mein Namensschild vergaß, habe ich es nun endlich nachgeholt. Außerdem ist es ganz nett hier. Es gibt einen Pool, ein bisschen Strand, gute Musik, lecker Essen, Tacos und Nachos und so, und leidlich gutes Internet. Und am Strand vor der Bar wurden gerade Unterwasser Ausgrabungen gemacht. Maya Skulpturen. Leider hatte ich meine Bade Sachen nicht mit. Aber ich komm ja noch öfters her. Denke ich. Jetzt geht’s gleich wieder los, und ich hab mein Nachmittags Nickerchen verpasst. Egal!

Cozumel, Mexiko
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30.11.2019 um 16:00 uhr

Check in La Romana, Dominikanische Republik

Auf auf zum nächsten Einsatz, dem 10. mittlerweile. Aber ich rechne ja nur noch in Jahren… Mal sehen, ob ich auch dabei die 10 erreiche. Ich habe nun ordentlich eingecheckt, die Papiere sind in Ordnung, und so geht’s also wieder los. Der Flug hierher war recht anstrengend mit vielen Kleinkindern, das Essen war okay, die Getränke auch (Air France hat stets genug Wein dabei), das Entertainment Programm war leider antiquiert, aber dafür haben die alkoholisierten Gäste für Stimmung gesorgt. Also ganz übel. Aber wenigstens war das Hotel hier dann ganz okay. Leider mussten wir wieder früh aufstehen, um auf’s Schiff gebracht zu werden. Na mal sehen, wie es wird. Einige Kollegen haben sich gefreut, mich wieder zu sehen, und ich freue mich nun auch auf die Karibik. Und auf Mexiko. Und auf die Inkas. Oder die Mayas. Wer auch immer hier war. Und auf die Arbeit. Natürlich. Na ernsthaft, 3 Monate Urlaub ist schon echt viel. So ganz ohne Schiff macht es ja nun auch keinen Spaß. Nun bin ich also wieder an Bord. Diesmal in neuer Position. Ich bin ab sofort nicht mehr nur für ein Restaurant auf dem Schiff zuständig, sondern für alle. Ich bin jetzt ganz offiziell ein Senior. Autsch! Ein alter Hase quasi. Doch mein Kollege Jan hat mir hier ein super Team zusammengestellt, da werd ich wohl gut mit klar kommen. Zwei Audits stehen an, also Kontrollen von Amts-wegen. Und ich habe eine größere Kabine, was sehr angenehm ist. Ansonsten das übliche: Weihnachten, Sylvester, Ostern, Ferien, Trans-Reise und zum Schluss die Werft. Also langweilig wird es sicher nicht. Hoffentlich aber auch nicht allzu aufregend!

4 Streifen jetzt – rechts 2 und links 2!
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27.10.2019

Fazit

Nachdem wir dann auch den letzten Hafen Malaga erreichten und den letzten Seetag hinter uns brachten, kamen wir endlich in Malle an. Malaga war eigentlich noch ganz nett, denn es war warm und wir genossen ein leckeres Malaga Eis, ein kleiner Stadtbummel, natürlich einen Besuch in der Kathedrale, der „Einarmigen“ (weil nur einen Kirchturm hat, der zweite wurde nie vollendet) und die neu gestaltete, ewig lange Hafenpromenade, wo auch ein Hard Rock Cafe war! War jedenfalls nochmal sehr entspannend. Am letzten Seetag gab es noch eine kleine Aufregung, als die Meldung kam: Mann über Bord! Ein lebloser Körper wurde geborgen, und anschließend sämtliche Passagiere und die Crew gemustert, also durchgezählt. War keiner von uns. Mein Fazit jedenfalls: die Prima ist ein prima Familienschiff. Es ist groß und bietet jede Menge Unterhaltung und Abwechslung. Für Paare ohne Kinder ist es irgendwie zu groß, und wer die Ruhe des Meeres sucht ist mit den kleinen Schiffen ohnehin besser bedient. Vielleicht lag es auch daran, dass wir ausgerechnet in den Ferien gefahren sind. Da haben wir nicht aufgepasst. 1000 Kinder an Bord! Das passiert uns sicher nicht wieder. Das Wetter hätte besser sein können, aber wir haben viel gesehen. Und ich habe viele, viele Kollegen getroffen. Sevilla und Santiago würde ich gerne noch mal besuchen. Und es gibt noch mehr interessante Städte in Spanien. Ein erweiterter Städtetrip mit Madrid und Toledo oder Cordoba wäre sicher interessant…

AIDAprima
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22.10.2019

Sevilla

Von Cadiz aus ging es heute auf eigene Faust nach Sevilla. Allerdings mit einem Aida Ausflug. Die Stadt ist dann doch etwas zu weit weg, um völlig allein dorthin zu fahren. 1,5 Stunden dauerte allein die Busfahrt. Immerhin hatten wir heute entgegen der Voraussagen wieder gutes Wetter mit Sonne und ohne Regen. Wir kamen ziemlich gut in das Zentrum unweit der Kathedrale, wo wir als erstes hingingen. Und diese Kathedrale ist wirklich atemberaubend! Sie ist riesig, mit dutzenden Altären, etlichen bunten Fenstern, dem Sarg von Christoph Kolumbus und dem größten goldenen Altar der Welt. Kolumbus Grabmal hatte ich allerdings bereits in Santo Domingo besucht. Es heißt, das seine Gebeine hierher überführt wurden. Wo auch immer er nun liegt, ich war da. Und der Hochaltar ist mit 20 Metern Höhe (?) komplett aus geraubtem Gold der Inkas und Azteken erbaut worden. Prächtig ist er ja, doch zu welchem Preis? Zum Glück konnten wir uns viel Zeit lassen und die Kirche ausgiebig bewundern. Dann ging es noch auf einen kleinen Spaziergang durch die Stadt an der Stierkampf Arena vorbei, an der Uni vorbei, am goldenen Turm und zur Placa Espania. Dies ist ein riesiger Platz, der allen Provinzen Spaniens gewidmet ist und wirklich pompös und prächtig aussieht. Achja, und im Hard Rock Cafe waren wir auch. Jetzt sind wir müde und kaputt und freuen uns auf unser Schiff und das Dinner!

Placa Espania in Sevilla
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21.10.2019

Lissabon

Endlich einmal schönes Wetter! Es war heute mit etwa 25°C fast richtig warm, und es hat nicht geregnet. In Lissabon war ich ja schon einige Male, doch konnte ich heute doch wieder etwas Neues entdecken. Diesmal hatte ich auch mehr Zeit als sonst. Normalerweise habe ich nur wenig Zeit, um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Doch heute schafften wir es, zum Wahrzeichen, dem Torre de Belem, einem Wachturm aus längst vergangenen Zeiten am Stadtrand von Lissabon am Tejo gelegen, zu sehen. Auch er gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und zwar zurecht. Er sieht wirklich sehr schön aus mit vielen Verzierungen und seinen Zinnen. Allerdings ist er  nicht wirklich groß. Direkt daneben, nur wenige 100 Meter weiter steht das Seefahrerdenkmal, ebenfalls ein Wahrzeichen der Stadt. Nachdem wir beides ausgiebig fotografiert hatten, machten wir noch einen Bummel durch die Stadt, wo ich meinen Eltern Lissabon noch einmal zeigte. Ihr letzter Besuch liegt nämlich schon fast 20 Jahre zurück. Am späten Nachmittag schauten wir noch das Auslaufen von der Seeseite aus, was ich so auch noch nicht gesehen habe. Der zentrale Praca do Comercio, der ehemalige Handelsplatz, sieht von weitem ein wenig aus wie der Marcusplatz in Venedig. Also alles in allem, es war ein schöner entspannter Tag!

Torr de Belem in Lissabon
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20.10.2019

Seetag auf dem Weg nach Lissabon

Immer noch leichter Seegang, immerhin wird es wärmer. In Santiago de Compostella hatten wir leider wirklich Pech. Die Kathedrale wird derzeit renoviert, sodass der Innenraum kaum noch zu erkennen ist. Gerüste und Planen verdecken die Hälfte des Kirchenschiffs und sämtliche Altäre und verändern so den Raum komplett. Wenigstens konnten wir das silberne Grab des heiligen Jakobs sehen. Von außen allerdings konnten wir sowohl die Kirche selbst als auch die umliegenden Gebäude bewundern. Allerdings hat es auch geregnet, also war der Spaziergang nicht wirklich erbaulich. Die historische Universitätsbibliothek wollten wir auch anschauen, doch auch die hatte geschlossen. Also auch Pech gehabt.

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19.10.2019 um 12:0 uhr

A Coruna / Santiago de Compostella, Spanien

Letzte Nacht ging es durch die Biscaya, wo es tatsächlich etwas geschaukelt hat. Eigentlich fing es schon nach der Ausfahrt von Southampton an, also auch den gesamten Ärmelkanal entlang. Wind bis 50 Knoten mit einer Wellenhöhe von etwa 6 Metern. Auch auf dem großen Schiff merkt man es, was ich nicht gedacht hätte. Noch dazu haben wir unsere Kabine auf Deck 12 ganz hinten, da merkt man es sicher nochmal so gut. Also, wie gesagt, wir waren bewegt. Heute früh scheint es sich etwas zu beruhigen und dann geht’s ja nun auch langsam Richtung Wärme, denn heute regnet es wieder. Am Nachmittag geht’s nach Santiago de Compostella, einer der bekanntesten Wallfahrtsstätten des Mittelalters überhaupt in Europa neben Jerusalem und Rom. Also ich bin gespannt und erfülle mir damit mal wieder einen kleinen Wunsch. Und ein neuer Haken auf meiner Liste der UNESCO Weltkulturerbe.

Kathedrale Santiago de Compostella
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17.10.2019

Southampton, England

Noch erleben wir nicht wirklich etwas aufregendes. Bisher kenne ich die Häfen ja auch, und so kann ich nicht viel Neues entdecken. Mir fallen bloß die Veränderungen während der letzten 2 ode 3 Jahre auf. Hier in Southampton zum Beispiel ist das riesige Einkaufszentrum endlich fertig geworden, was offensichtlich sehr zu Lasten der kleinen Läden und Geschäfte in der Stadt geht. Da sind viele verschwunden. Jeder geht in das große Einkaufszentrum, denn hier gibt’s ja auch alles. Bis auf eine genügend große Auswahl an Tee. Da hab ich natürlich nach gesucht. Zwar gibt es Tee, aber nur eine kleine Auswahl, und mit der bin ich nicht so glücklich. Ich kann mich aber auch an keinen anderen Laden hier entsinnen, der Tee hat. Mein Paps dagegen erfüllt sich heute einen kleinen Traum, denn er ist nach Salisbury und Stonehenge. Ich gönn es ihm. Hier dagegen haben wir die Stadt erkundet, viel zu sehen gibt’s ohnehin nicht, also machen wir uns bald wieder auf den Rückweg. Morgen steht Erholung am Seetag auf den Programm, bevor es dann langsam wärmer wird und es vor allem auch nicht mehr regnet!

Tudor House in Southampton
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