Freitag, 28. März 2014 um 10:20

Im Hafen von Colombo, Sri Lanka (Ceylon)…

Nach drei Seetagen sind wir endlich wieder an Land. Ein weiterer Containerhafen. Nur etwas weiter entfernt kann man einen Teil der Stadt Kulisse erkennen. Colombo auf Ceylon befindet sich auf der westliche Seite, wir umrundeten also erstmal die Insel auf der Südseite. Auch Indien werden wir erst halb umfahren müssen, bevor wir ich Cochin an der Westküste ankern können. Die Überfahrt wurde nur von leichtem Seegang begleitet, ansonsten hatten wir stets extrem heißes und schwüles Wetter. In der prallen Sonne wollte sich kaum ein Gast aufhalten, alle flüchteten in den Schatten. Mich selbst hat dieses Wetter eher müde gemacht, sodass ich in der Kabine blieb. Heute wieder geht es wieder, es weht ein laues Lüftchen. Und da ich an Bord bleiben muss, weil ich Bereitschaftsdienst habe, sitze ich auf dem Sonnendeck im Schatten und werde noch ein bisschen lesen.

Der Tag gestern war Übrigens gar nicht mein Tag. Obwohl ich 9 Uhr Dienst hatte, wurde ich bereits um 7.15 Uhr geweckt durch die Wasser Abschluss Türen. Die, mit dem Krach. Und ab da ging mein Pieper alle 15minuten. Also von Ausschlafen keine Rede. Dann musste ich im Laufe des Tages mehrmals Kritik einstecken, was so gar nicht gut für mich war. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wurden wir gestern Abend regelrecht überfallen. Unsere Anmeldungen zum Dinner verdoppelte sich schlagartig. Wir hatten ganz schön zu tun, haben es aber trotzdem geschafft. Ich fiel, wie tot ins Bett. Unserem Küchenchef hängt der Abend noch immer in den Knochen…Heute Abend dagegen haben wir das zu wenig, was wir gestern zu viel hatten. Nie ist es perfekt… Also dann heute mal ganz relaxt, mit Zeit, einen guten wenn nicht exzellenten Service hinzugekommen.

Hier noch ein Foto von der Hafenkulisse.

Hafen von Colombo

Mittwoch, 26. März 2014 um 12:25

In der Bay von Bengalen

Nun befinden wir uns mitten in der Bucht von Bengalen auf dem weitem weitem Meer. Ringsum nur Wasser, Wasser, Wasser. Die Sonne erreichte heute vor 12 Uhr schon die 35°C. Wir haben eine leichte See, wobei das sanfte Schaukeln wunderbar beim Einschlafen hilft.

Meine Kabine ist Übrigens, wie erwartet, recht spartanische eingerichtet. Ein Bett, ein Schrank, ein Schreibtisch, ein Fernseher. Und das Bad. Das Bad ist so klein, dass ich, während ich auf der Toilette sitzen kann, mir gleichzeitig in der Dusche die Füße waschen und am Waschbecken die Zähne putzen kann. Also wirklich mini mini mini. Aber es ist okay. Der Fernseher ist auch wichtig, den er ersetzt mir das Radio und das Fenster nach draußen. Es gibt 3 Außen Kameras, das Pooldeck, Bug und Heck, die der Fernseher in die Kabine über trägt. Auf dem 2. Deck gibt es leider keine Bullaugen. Aber wahrscheinlich muss ich am 20. April umziehen. Dies wurde mir schon angekündigt. Vielleicht bekomme ich dann eine bessere Kabine, also mit richtigem Fenster. Aber die sind echt rar. Außerdem liegt meine Koje direkt an eine Wasserschutz Tür. Das Schiff ist ja bis über die Wasser Linie in Sektionen unterteilt, um einen Wassereinbruch zu beschränken. Diese Türen werden auf See natürlich geschlossen, können aber manuell geöffnet werden. Dann machen sie mächtig Krach. Und augenblicklich schlafe ich neben einer solchen Tür. Tagsüber ist es teilweise echt anstrengend, wenn man dringend schlafen muss. (Heute bin ich aber gut ausgeruht und ausgeschlafen. Also alles gut.)

Aber immerhin, in meinem Rang genieße ich den Vorteil, das meine Kabine einmal pro Woche gereinigt wird.

Nach dem Dienst um 0.30 Uhr…

Also ich war eben noch mal auf dem Crew Deck draußen. Es ist absolut dunkel da draußen, kein Licht weit und breit zu sehen. Tiefstes schwarz. Allerdings kann man auch einige Sterne erkennen. Ungewohnte Sternbilder gibt es hier…. Und steht man direkt über dem Heck knapp über dem Wasser, dann rasen wir tatsächlich (mit 15 Knoten) über das Meer. Und es ist noch immer so warm bzw. die Luftfeuchtigkeit ist so extrem, dass man wie vor eine Wand läuft. Es ist so warm, da Lob ich mir die klimatisierten Räume im Schiff. So warm war es während des ganzen Abends beim Service nicht. Und wir hatten über 50 Personen zum 11-Gang-Menu. Aber es lief super gut. Jetzt gehe ich zufrieden ins Bett, in dem Bewusstsein, einen guten Job gemacht zu haben. Und morgen muss ich erst um 9 zum Dienst, kann also fast ausschlafen….

 

Dienstag, 25. März 2014 um 0:07

Auf nach Indien

Nun verlassen wir den asiatischen Raum und segeln nach Indien. Ich komme mir vor, wie Phileas Fogg. Eine Reise um die Welt in 80 Tagen, nur fahren wir in die entgegengesetzte Richtung. Ab heute liegen drei Seetage vor uns. Trotzdem habe ich heute fast frei, denn ich muss mal nicht zum Mittags Dienst. Das nutze ich dann gleich zum Waschen…

Die ersten Gäste saßen heute früh um 7 schon wieder am Pool, und nun wird es immer heißer. Es sind jetzt um 11.30 Uhr schon 32°C Luft und 28°C Wassertemperatur. Die See ist spiegelglatt und wir fahren mit 15 Knoten Richtung Westen. Selbst früh morgens sind es schon 27°C. Und es weht kein Lüftchen. Und wird immer heißer! Also habe ich endlich wieder Zeit, zu Lesen, zu Schlafen in meiner kühlen Kabine und um mich auszuruhen. Vielleicht komme ich noch auf das Sonnendeck.

Die Arbeit selbst ist nicht wirklich schwer, denn eigentlich muss ich nur schauen, dass die Kellner und Hilfskräfte ihre Arbeit machen. Eigentlich muss ich nur viel laufen, von Station zu Station und von Restaurant zum Buffet und Office. Selbst im Restaurant müsste ich keinen Teller anfassen. Da besteht meine Aufgabe auch darin, mich mit den Gästen zu unterhalten. Das fällt mir noch immer nicht leicht. Einfach nur small talk zu machen. Aber ich versuche es, und lerne es sicher auch mit der Zeit. Zumal die meisten Gäste sowieso von sich aus dann ins Reden und Schwärmen kommen, und von Ihren Erlebnissen erzählen.

Montag, 24. März 2014 um 0:05

Zum Schluss in Penang

Die letzte Station in Südost Asien ist Penang. Eben war ich noch mal kurz an Land. Zwar habe ich nicht viel gesehen von der Stadt, aber ich kann sagen, dass sie alt ist. Die ältesten Gebäude stammen sicher aus der Kolonialzeit. Das neue Penang, die Skyline, habe ich nur während der Hafeneinfahrt gesehen. Ist aber auch beeindruckend. Der Grund, warum ich mir die Stadt nicht ansehen konnte war, dass ich eigentlich ganz dringend auf der Suche nach neuen Schuhen bin. Jeder Schritt tut weh. Au, au aua….! Man sollte doch meinen, dass neue Schuhe nach 2 Wochen eingelaufen sind?! Waren sie nicht. Also hab ich heute die letzten malaysischen Rings auf den Kopf gehauen und was für meine Füße geholt. Und ich hab richtig eingekauft. Neue Schuhe in weiß, Salbe zum Heilen der wunden Stellen, Einlegesohlen und Fersenpolster. Ich hoffe sehr, dass es hilft! Bis Indien kommen schließlich noch zwei 11-Gang-Menüs auf mich zu. Also vieeeel laufen. Alles andere ist okay. Gut, heute bin ich recht müde von gestern. Aber sonst geht’s mir gut.

Übrigens, nicht wundern, wegen der vielen Fehler in meinen Berichten, aber dieses Programm ist der deutschen Sprache nicht ganz mächtig. Ist wohl made in Taiwan?!

Sonntag, 23. März 2014 um 0:03

In Kuala Lumpur

Nun sind wir endlich in Kuala Lumpur! Der Tag war echt anstrengend, denn ich hatte 6 Uhr Dienst. Und dann war ich bis nachts um 1 auf den Beinen. Denn am Abend hatten wir noch ein großes Essen mit den wichtigsten Gästen an Bord von Aida, den Vielfahrern. Der Abend war wirklich lustig und anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht. Aber das Highlight hatte ich am Nachmittag. Denn endlich konnte ich mal etwas mehr von Land und Leuten sehen. Wir hatten einen Crew Ausflug, wo ich Dank netter Kollegen mitfahren konnte. Wir bekamen quasi 4 Stunden Zeit zur freien Verfügung, um uns in Kuala Lumpur umzusehen. Bereits auf der Busfahrt in die City habe ich mich einer kleinen Gruppe angeschlossen, und zu viert zogen wir durch die Stadt. Mit dabei war die 2.Hausdame, die Fotografin und unsere Umwelt-Offizierin. Wir waren echt gut drauf und hatten viel Spaß. Zuerst ging es per Monorail zum KL Tower, dem höchsten Gebäude der Stadt. Für die Twin Towers oder auch Petronas Towers, benötigt man eine Anmeldung, um auf dem 42. Stock, der Brücke zwischen gen den Türmen, die Aussicht HT zu genießen. Leider hatten wir nur eine Karte dabei. Dafür ging es aber, wie gesagt, zu dem benachbarten Kuala Lumpur Tower. Da waren wir auf 276 m sogar noch ein Stück höher als die Twin Tower. Die Aussicht war aber auch atemberaubend. Wir hatten klare Sicht und konnten weiiit ins Land und über die Stadt sehen. Dann ging es per Taxi nach Chinatown. Eine typisch chinesische Einkaufsstraße bzw. Basar, wie man es aus dem Film kennt. Inklusive vielen Garküchen, die wir sogar testeten. Allerdings habe ich mich dann doch auf etwas vegetarischen beschränkt. Aber es war toll. Und als Abschluss haben wir noch etwas Wellness in einem Fish Spa gemacht. Wir taten unsern Füssen Gutes, und ließen sie von kleinen Docktorfischen verarzten. Es war total lustig und witzig, wie dutzende Fischies an den Füßen knabberten. Es hat erst total gekitzelt, aber dann gewöhnt man sich dran und es entspannt total. Eine echt interessante Erfahrung. Sollte man mal mit gemacht haben. Kann ich nur empfehlen! Die Rückfahrt zum Bus gestaltete sich dann sogar noch etwas abenteuerlich. Denn zwischendurch schloss sich noch einer unserer Chefköche an. Damit waren wir zu fünft. Trotzdem zwängte uns der Fahrer in ein normales Taxi. Und meine Kollegen waren nicht gerade schlank. Und das Ganze natürlich bei Tropischen Temperaturen. Es war… Nun ja…. alles in allem ein wirklich toller Tag!

Samstag, 22. März 2014 um 0:02

Und wieder in Singapur

Jetzt sind wir wieder zurück. Genau da, wo ich aufgestiegen bin. Irgendwie merkwürdig. Wir sind hunderte von Seemeilen gefahren, um wieder am Anfang anzukommen…

Gestern schrieb ich leider schon wieder nix. Das liegt daran, dass wir wieder einen Seetag hatten, wo alle Gäste nicht vom Schiff herunterkommen und bespaßt werden wollen. Das bedeutet für uns immer viel Arbeit. Außerdem hatte ich die wenige Zeit zum Schlafen genutzt. An 4-5 Stunden Schlaf pro Nacht habe ich mich schon gewöhnt, allerdings brauch ich dann auch am Nachmittag noch mal eine Stunde Schlaf. Dann geht’s und zwar ziemlich genau bis zu dem Zeitpunkt, wo ich wieder um 6 Uhr Dienst habe. Dann habe ich das Pooldeck zwar für mich allein, bin aber hundemüde. Hier gibt’s mal ein Foto von der morgendlichen Stille.

Außerdem musste ich heute zum Doktor, eine Routine Untersuchung. Der Doktor war Italiener und sah aus wie Professor Hitzliputzi. Ein grauer, wirrer Haarkranz, Nickelbrille, ein weißer Kittel über einem karierten Hemd. Und immer unter Strom. Ich bin aber immer noch Seetauglich.

Und im Rahmen eines Sicherheitschecks wurde heute die Stromversorgung auf dem Schiff getestet. Also ungefähr so: Liebe Gäste, im Rahmen eines Sicherheitschecks werden wir in Kürze den Strom….. Und dann war plötzlich Ruhe. Gerade als der Kapitän seine Durchsage machte, um dies anzukündigen, versagte der Lautsprecher. Allerdings nur für kurze Zeit. War jedenfalls witzig.

Donnerstag, 20. März 2014 um 23:59

Und wieder nach Singapur

In den letzten Tagen hab ich nichts geschrieben, also nicht wundern. Es ist zum einen nicht wirklich was passiert, zum anderen gleichen sich die Tage sowieso. Mir kommt es noch immer so vor, als wäre ich gestern erst aufgestiegen. Die Tage rasen dahin. So etwas hatte ich erwartet. Es bleibt nicht viel Zeit zum Nachdenken. Natürlich habe ich viel zu tun, und ich muss auch immer noch nachfragen, wo die Dinge stehen oder wie etwas hier gehandelt wird. Aber zumindest habe ich mich eingelebt. Ich bin nicht mehr so müde und kann jetzt hin und wieder auch die Zeit draußen auf dem Crew-Sonnendeck genießen. Den ersten Sonnenbrand habe ich auch schon erwischt. Sogar auf dem Handrücken. Die Sonne ballert aber auch hier runter! Morgens um 6.30 Uhr, wenn ich aufstehe, sind es bereits 28°C. Das steigert sich im Laufe des Tages auf locker 34°C. Und das im Schatten. Das Sonnendeck hat aber keinen Schatten. Es liegt genau im Bug des Schiffes. (Da, wo Leo dachte, er sei der König der Welt…) Da knallt die Sonne direkt und ungebremst auf uns drauf. Und außer dem Fahrtwind bewegt sich heute auch kein Lüftchen. Nur 2-3 Knoten Wind. Dementsprechend haben wir eine See. Flach wie eine Tischplatte. Die Wellenhöhe ist gleich Null. Immerhin habe ich dann heute mal den Crew Pool eingeweiht. Dumm ist halt nur, dass die Brücke uns alle wunderbar im Blick hat. Und groß ist der Pool leider auch nicht. Aber zum abkühlen reicht er.

Montag, 17. März 2014 um 12:27

In Pattaya…

Nun hab ich es endlich geschafft. Ich bin an Land! Zum Beweis schicke ich ein Foto mit.

Nein, Spaß beiseite. Wir sind in dem Badeort Pattaya, Thailand, in der Nähe von Bangkok. Und ich habe einen Starbucks gefunden, direkt am Strand und entspannte etwas vom stressigen Alltag. Barfuß am Strand entlang laufen war sehr erholsam und hat Spaß gemacht. Vor mir der türkisfarbene Ozean, über mir die Sonne an einem leicht diesigen aber trotzdem heißen Tag, und hinter mir leichte Lounge Musik. So kann ich leben. Leider muss ich bald wieder zurück zum Schiff, vorausgesetzt ich finde ein Taxi, das weiß, wo ich hin muss.

Auf der Hinfahrt konnte ich mich Gästen anschließen, die auch in die Stadt wollten. Natürlich musste der Taxifahrer noch den obligatorischen Touristenstopp an einer Gold- und Silberschmuck- Shoppingmall machen. Gekauft haben wir aber nix! Pattaya selbst ist eigentlich nicht so schön. Es ist laut, vor allem dreckig und entweder riecht es nach Jasmin, Parfüm, Seife oder es stinkt. Viele Deutsche, oder zumindest Europäer sind mir begegnet.

Nachher kommen die neuen Gäste an, deren Reservierungen für das Restaurant ich annehmen muss. Das dürfte aber der einzige Stress des heutigen Tages werden. Abends sind keine 10 Personen reserviert, also wird es eher langweilig. Desto eher aber haben wir Feierabend und können auf das Crew Deck und selbst noch etwas die Overnight genießen. Vielleicht gehen einige ja auch an Land.

Von wegen keinen Stress! Mein Kapitän war wieder da. So langsam gewöhne ich mich dran… Wirklich Stress habe ich aber tatsächlich nur, wenn ich die neuen Gästelisten für die neue Tour führen muss. Das erfordert viel Kopfarbeit. Immerhin habe ich im Schnitt nur ca. 5-6 Stunden Schlaf. Also mal sehen, wann ich mein Tief kriege….

Sonntag, 16. März 2014 um 10:17

Auf nach Laem Chabang, Thailand

Nach einer wirklich sehr kurzen Nacht, schmiss mich der Wecker heute schon um 5 raus, da ich um 6 Dienstbeginn hatte. Leider hatte die Messe um diese Uhrzeit noch nicht mal auf. Da musste ich auf meinen Kaffee noch etwas warten.

Über Nacht hat sich die See aber auch wieder beruhigt. Dunkles türkis mit kleinen weißen Schaumkronen. Jetzt haben wir nur noch eine leichte See mit leichtem Wind bei stahlblauem Himmel, knalliger Sonne mit 30°C Lufttemperatur und 27°C Wassertemperatur. Ein weiterer Seetag steht uns bevor. Nun heute ist der letzte Abend dieser Reise, morgen ist Ab- und Anreisetag. Und auf der nächsten Reise haben wir ganze 5 Seetage, dann geht es ja schon nach Indien. Das wird sicher anstrengend, so lange sämtliche Gäste so lange an Bord zu haben mit nur wenig Abwechslung.

So, den Abend haben wir überstanden. Zwar war es tatsächlich viel und auch stressig, aber wir haben es geschafft. Aber am meisten hat mich der Kapitän gestresst. Also den Stress hab ich mir selbst gemacht…. Der General Manager war auch da, aber der ist echt nett und umgänglich. Aber trotzdem bin ich jetzt fertig und muss schlafen.

Samstag, 15. März 2014 um 14:39

 Good bye Saigon

Durch das Mekong Delta zurück in den indischen Ozean.

Eigentlich fing der Tag sehr lustig an, als ich unsere Tafel mit dem täglichen Menü gesehen habe. Einer unserer philippinischen Kollegen hatte sie gestern Abend geschrieben. Demnach gibt es heute unter anderem Lachfilet (Lachsfilet). Und das, Rossini Team freut sich auf See, (Sie)! Fand ich witzig. Auch der Kapitän war wieder zum Frühstück da und schön entspannt.

Dann hatte ich Duty (Bereitschaft). Dabei habe ich wohl die eine oder andere Aufgabe versemmelt. War mir schon etwas peinlich. War aber auch mein erster Duty, während wir ausliefen. Mal sehen, was der Abend noch bringt. Heute ist eine Lesung mit 8-Gang Menü…

Den Nachmittag verbrachte ich wieder mit Karolin in der Sonne auf dem Crewdeck, während wir an dichten Palmenwäldern und Vogelfarmen vorbeifuhren.

Der Abend war dann auch nicht schlecht. Wir hatten eine recht bewegte See. Einige Gäste haben kurzfristig ihre Tischreservierung storniert, einige haben das Essen abgebrochen… Und sich noch mal alles durch den Kopf gehen lassen…. Ich konnte mich nicht so recht entscheiden, ob ich lieber beim Servieren mithelfe oder Wein nachschenke.

 

An Bord von AIDA

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