Reykjavik, Island

Na zum Glück sind wir für diese Saison zum letzten Mal in Reykjavik auf Island. So interessant die Natur hier auch ist, es ist doch meistens um einiges frischer als man es für einen Sommer gewohnt ist. Heute morgen zum Beispiel waren es mal wieder kühle 9 Grad mit niedrigen Wolken und mit ohne Sonne. Auf Dauer bekomme ich bei solchem Wetter schlechte Laune. Doch soweit ist es noch nicht. Jedenfalls zieht es mich nicht wirklich raus an Land. Überhaupt haben wir auf dieser Reise nur 5 Hafentage und 5 Seetage, was eigentlich ein schlechtes Verhältnis ist. Da freue ich mich dann auf die nächsten beiden Reisen, wenn es wieder rund um die englische Insel geht. Zwar geht’s dafür auch bis hoch in den Norden, doch nicht ganz so nah an den Polarkreis. Bis morgen liegen wir noch hier, dann laufen wir noch einmal Akureyri an, wo sich ebenfalls Polarhase und Polarfuchs Gute Nacht sagen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg über Invergordon, Schottland machen. Also es passiert gerade nicht sehr viel. Also habe ich mir eine Beschäftigung gesucht. Da ich privat nicht viel zum Schreiben hatte, habe ich eine kleine 36 Seiten starke Broschüre verfasst, eine Guideline, ein Handbuch für unsere neue Crew, für alle die, die zum ersten Mal an Bord sind und sich so gar nicht zurecht finden. Vielleicht hilft es ihnen, die ersten Wochen zu überstehen. Ich habe sogar eine englische Version erstellt. Mein Chef hat es auch an die Landseite geschickt und mit etwas Glück können wir einen Standard draus machen, der dann flottenweit zum Einsatz kommt. Dann habe ich wirklich etwas Bleibendes hier geschaffen. Also mal sehen: abwarten und Daumen drücken! Ich schreibe halt zu gerne.

Hier der Blick vom Schiff auf die Kirche Viðeyjarkirkja und Viðeyjarstofa auf der gegenüberliegenden Insel Viðey. Ziemlich verlassen irgendwo im nirgendwo.

Viðeyjarkirkja und Viðeyjarstofa auf Viðey, Reykjavik, Island
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