Und es geht weiter in den Süden. Heute und morgen bin ich in Córdoba, einer sehr alten römischen Stadt. Es ist einer der heißesten Orte in Europa (Spitzenwert 46° Grad), trotzdem war es heute früh mit nur 7° Grad verdammt frisch. Aber es gibt mehr Palmen zu sehen. Und in der ganzen Stadt stehen am Straßenrand, in Parks und Gärten Zitrusbäume, wie Orangen, Zitronen, Mandarinen und Limetten. Völlig verrückt! Jedenfalls hat es heute nur knapp mit dem Bus und Zug geklappt, wenigstens nicht so super fluffig, wie sonst. Aber es hat geklappt, immerhin. Nur war ich dann schon sehr früh hier in der Stadt, und Check in im Hotel war erst 5 Stunden später. Nach einigem hin und her konnte ich mein Gepäck zumindest unterstellen und einen ersten Ausflug zum Zeitvertreib unternehmen. Nahe der noch erhaltenen römischen Brücke, die übrigens Drehort für Game of Thrones war, gibt es den Garten Jardines del Alcázar de los Reyes Cristianos. Das ist der Garten des Alcázar de los Reyes Cristianos, des Palastes der christlichen Könige. Leider ist dieser wegen Renovierung geschlossen. Aber die weitläufigen Gärten waren frei zugänglich. Und die Springbrunnen sprangen noch – also waren noch in Betrieb. Und in den Becken schwammen dicke Karpfen. Dazu jede Menge Zitrusbäume, Olivenbäume und blühender Jasmin in lila und weiß zwischen halb verwitterten Statuen toter Könige unter strahlendem Sonnenschein und postkarten-blauen Himmel. Traumhaft schön! Auch in den Innenhof der Kathedrale kam man ungehindert hinein. Die Kathedrale selbst hebe ich mir für morgen früh auf. Doch es ist schon fast unglaublich, wie viele Touristen und Reisegruppen in dieser Jahreszeit noch unterwegs sind. In den engen Gassen des jüdischen Viertels war es unglaublich überfüllt und eng. Aber es gab auch wieder, anders als in der ganz und gar nicht touristischen Stadt Ciudad Real, Souvenir Shops! Und ich habe sogar den obligatorischen Tee gefunden, obwohl Olivenöl oder Honig eher für diese Region stehen. Am Abend gab es jedenfalls Tapas für mich, die zwar sehr lecker waren, doch muß man auch eine Menge futtern, um satt zu werden. Allerdings hat mir der dazugehörige Wein fast den Rest gegeben. Eine wilde Mischung aus weißem und rotem Süßwein, ähnliche wie Sherry oder Portwein. Mit wenigstens ebensovielen Prozenten. Für heute ist’s jedenfalls genug. Jetzt muss ich noch ein groben Plan für morgen schmieden, und dann wird geschlafen!

