Der Sugar Train auf St. Kitts

Hier werde ich noch mal schnell ein Feedback einschieben zu all den kleinen Erlebnissen der letzten Tage. Gestern, heute sind wir bereits auf dem letzten Seetag, waren wir ja auf Ausflug mit dem Sugar Train auf St. Kitts. Hier hatte ich vor Jahren bereits einmal eine Inselrundfahrt gemacht zur Brimstone Hill Festung. Nun halt mit dem Zuckerrohr-Zug fast ganz rund um die Insel. Genauer gesagt ging es erst per Bus um 1/3 und dann weiter mit der Bahn die letzten beiden Drittel. Eigentlich haben wir so in 3 Stunden das ganze Land umrundet. Also zumindest immer an der Küste entlang. Wir waren 16 Crewmitglieder, die sich aus der verschiedensten Abteilungen für diesen Ausflug zusammengefunden haben. Eine lustige Truppe und wir hatten eine Menge Spaß, ein gemeinschaftliches Erlebnis sozusagen. Der Doppeldecker -Zug selbst hat eine Spurweite von nur 30 Zoll und ist natürlich nicht mehr der originale. Allerdings ist er auch schon in die Jahre gekommen und schwankte beträchtlich, besonders in den Kurven. Doch als Seemänner und -Frauen hat uns das nicht viel ausgemacht. Einzig die Schienen sind wohl noch die Alten originalen. Mitunter führte der Weg über einige abenteuerliche Brücken, die als einzigartiges Highlight und Blickfang angepriesen wurden. Nun einzigartig waren sie sicher, doch ein Blickfang waren sie nicht. Wenigstens nicht im positiven Sinne. Zwischendurch gab es Rumpunsch oder ein Mango-Eisgetränk, wahlweise auch mit Rum. Und zwei Folklore Tänzer stiegen auch noch zu und versuchten noch ein paar zusätzliche Dollars zu machen. Während der ganzen Zeit dröhnte aus den alten Lautsprechern ziemlich blechern Erklärungen zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. Es waren nicht viele. Wissenswertes zur Zuckerrohr – Produktion, zur Kolonie und dem folgenden Freiheitskampf. Doch da die Insel nicht sehr groß ist, gab es auch nicht so viel zu sehen und eigentlich auch noch weniger zu berichten. Also wurde die ganze Story hübsch aufgeblasen und noch viel mehr schön geredet, um nicht zu sagen: im Grunde maßlos übertrieben. Wenigstens für meine Begriffe. Den stolzen Preis von fast 100 € rechtfertigt diese 3 Stundenfahrt das ganz sicher nicht. Andererseits haben wir so einen immensen Beitrag zur Volkswirtschaft geleistet, wobei der Tourismus sicher ein dickes Standbein ist. Zuckerrohr ist es jedenfalls nicht mehr. Selbst die Strände sind grau von der Vulkanasche, wobei der erloschene Vulkan der stets zu unserer Rechten war. Einige wenige Fotomotive haben sich wohl finden lassen, doch letztendlich hat uns wohl eher die gemeinsame Unternehmung mehr angesprochen als der Ausflug an sich. Aber sei es drum.

Um einiges ansprechender und auch wesentlich lustiger war zwei Tage zuvor unser karibischer Karneval. Wenigstens feierten wir den hier – auf dem Pooldeck in der Karibik. Immerhin fanden sich am Ende doch 8 Departements zusammen, die sich in fantasievolle, selbstgebastelte Kostüme zwängten und eine ziemliche Party auf dem Pooldeck veranstalteten. Den ersten Platz belegte am Ende das Housekeeping, also die Zimmermädchen und Jungs, die als Thema den Disney Film Moana wählten. Und sie gewannen zweifellos zu Recht. Die Kostüme waren bunter, die Crew lauter und die Stimmung am Anschlag. Also Respekt, verdient gewonnen! Der zweite Platz ging an das Deck, die das alte Thema Piraten der Karibik brachten. Okay, die Kostüme waren gut, doch bringen sie das auch jedes Jahr. Es wirkt also ziemlich langweilig mit der Zeit. Viel Mühe haben sie sich jedenfalls nicht gegeben. Allgemeiner Tenor: unfair. Wir vom F&B haben mit Barbie world den 3. Platz gemacht. Wenigstens hatte das Thema noch niemand zuvor. Unser Dresscode: weiß und Pink komplett mit Barbie Car und Einhorn. Leider hatten wir keine Seifenblasen, doch wir haben kleine pinke Shots verteilt. Jedenfalls haben wir uns riesig gefreut. Und am nächsten Tag wurde das Preisgeld auch nochmal um 50€ erhöht, sodass wir am Ende 150€ gewonnen haben. Dafür hat es sich schon gelohnt!

Mein Schiff 2 Karneval – F&B Barbie World

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