Granada – Kirchen und Klöster

Heute mittag ging es nun nach Granada. Aus der Geschichte war mir diese Stadt durchaus schon bekannt. Allerdings kam ich irgendwann durcheinander, als ich auch die karibische Gewürzinsel Grenada besuchte. Ich hoffe, jetzt kann ich sie wieder auseinander halten. Jetzt bin ich jedenfalls in Granada. Auch hier hängen die Bäume am Straßenrand voller Orangen und Zitronen. Es ist auch nicht mehr so eisig kalt. Immerhin 13° Grad. Mal sehen, wie es morgen wird. Vorhergesagt sind 11° Grad und Regen. Da ich mir für morgen bereits ein Programm zurechtgelegt habe, habe ich heute schon mal die Kirchen und Kathedralen besucht. Genauer gesagt: die Kathedrale und eine Basilika sowie ein Kloster. Die Kathedrale ist, wie üblich, sehr groß und 500 Jahre alt mit mächtigen Pfeilern aus weißem Marmor und diversen reich ausgestatteten Kapellen ganz im Renaissance – Stil. Hier sind auch das katholische Königspaar Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragón beigesetzt. Die Kirche ist sehr hoch und weit und durch den weißen Marmor sehr hell. Ein mächtiges Bauwerk. Bemerkenswert ist auch das 270 Jahre alte Orgelpaar, das ebenso groß wie golden ist. Ihr Spiel zu hören, muss phänomenal sein! Apropos Golden: die Basílica de San Juan de Dios ist das komplette Gegenteil der Kathedrale. Zwar nicht klein, aber auch nicht ganz so groß, aber im Barock – Stil und somit über und über vergoldet. Sämtliche Altäre, von denen es einige gibt, und auch die Wände, wenn sie nicht bemalt sind, dann sind sie auch vergoldet. Eine riesige silberne Monstranz steht im Zentrum des Hauptaltars und auch sämtliche Nebenräume sind mit altem Mobiliar und Gemälden geschmückt. Wahrlich beeindruckend! Sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Kloster Real Monasterio de San Jerónimo hat zwar einen ebenso reich ausgemalten Kirchenraum mit einem großen goldenen Altar, doch wird dies etwas relativiert durch die weiteren Räume des Klosters. Besichtigen kann man neben dem Kreuzgang, der voller Orangenbäume ist, auch die Sakristei, das Refektorium, den Kapitelsaal und das Scriptorium. Alles zwar noch ausgestattet mit altem Mobiliar und Gemälden, doch allgemein eher schlicht gehalten. Sehenswert ist es trotzdem. Klosterbrüder aber habe ich nicht gesehen.

Damit war ich für heute durch. Viele Kilometer habe wieder abgelaufen (die neuen Schuhe bewähren sich). Und nun bin ich ziemlich kaputt und muss noch Bilder aussortieren. Morgen geht’s zum Palast der Herrscher von Granada.

Basílica de San Juan de Dios, Granada
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