Runde um Runde

Ja nun haben wir schon wieder halb die nächste Runde hinter uns. Es ändert sich nichts. Überall das Gleiche: Strand, Wasser, Palme, Sonne. Crew kommt, Crew geht, Gäste kommen und gehen wieder. Ausflüge mache ich aktuell kaum, denn in den letzten Tagen war ich etwas angeschlagen. Halsschmerzen, keine Stimme und üblen Husten. Aber langsam erhole ich mich wieder. Es scheint auf dem Schiff von einem zum nächsten zu springen. Ständig ist irgendjemand krank. Aber tatsächlich überschatten die Ereignisse im nahen Osten unser tägliches Einerlei. Zwei unserer Schiffe stecken hinter der Straße von Hormus fest und kommen vorerst nicht mehr weg. Mit Gästen und Crew an Bord. Da macht man sich schon Gedanken, zumal ja Freunde und Kollegen an Bord sind. Und das ist quasi Familie. Einige Kollegen hier sind in engem Austausch und die Nachrichten sind nicht wirklich beruhigend. Und auch Michelle, meine liebe Freundin vom letzten Jahr auf der MS2, steckt gerade in Dubai fest, ebenso wie meine liebe Ex – Kollegin Caro aus Aida Zeiten. Da macht man sich schon Gedanken. Die Lage ändert sich ja fast stündlich. Einerseits ist man emotional ziemlich nah dran und doch physisch eine halbe Welt entfernt. Doch man kann nichts tun außer den Nachrichten folgen und das Beste hoffen. Liebe Kollegen und Freunde da draußen: wir denken an euch! Keiner vergisst euch! Da sieht man es mal wieder: nationale Nachrichten betreffen uns nur selten, internationale Nachrichten betreffen uns dagegen fast direkt. So schnell dreht sich die Welt. So schnell können sich Gegebenheiten ändern. Was einst über Jahre gleich und stabil war, ändert sich über Nacht. Nichts bleibt für immer.

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