13.11.2018 um 13:00 uhr

San Antonio, Chile

Gott, wie die Zeit vergeht! Nun sind wir bereits im Südpazifischen Meer, auf der Westseite des südamerikanischen Kontinents, in Chile, auf der Höhe von Buenos Aires und Montevideo. Aber hier nun halt in Chile, etwa 100 km von der Hauptstadt Santiago de Chile entfernt. Die letzten zwei Häfen, Puerto Montt und Puerto Madryn in Süd-Chile habe ich leider verpasst. Da kam ich nicht raus. Bei dem einen Hafen hatte ich Dienst, bei dem anderen mussten wir Tendern und gingen auch erst zur Mittagszeit vor Anker. Also keine Chance.  Aber jetzt könnte ich meine Füsse endlich auf chilenischen Boden setzten, auch wenn ich nicht allzu viel gesehen habe. Ein kurzer Spaziergang an der Hafenkante entlang, durch einen Fischmarkt und an Souvenier Verkäufern vorbei. Das war’s dann auch schon. Der Hafen ist eigentlich ganz hübsch anzuschauen mit all den bunten Fischerbooten. Allerdings stört ein wenig der extreme Fischgeruch. Natürlich ist hier auch gleich ein Fischmarkt an der Pier, wo die frischen Fische direkt verkauft werden. Da reicht es noch viel mehr. Nur die faulen Seelöwen in der Sonne finden den Geruch wahrscheinlich extrem lecker. Aber die Viecher sind schon recht faszinierend. Von den fotografierenden Touristen lassen die sich gar nicht beeindrucken. Ein räudiger Strassenköter wollte sich ebenfalls mit ihnen anlegen, bellte sich die Lunge aus dem Leib, wurde aber rundweg ignoriert. Armer Kerl. Vielleicht hatte er aber auch mehr Glück als Verstand…

Ganz im Süden des Landes bei Cap Horn passierten wir noch fast zwei Tage lange die chilenischen Fjorde und stoppten sogar am ziemlich beeindruckenden Amalia Gletscher. Es ist völlig verrückt eine derartige Landschaft hier so weit im Süden zu sehen, doch man fühlt sich extrem stark an Norwegen oder Grönland erinnert. Kalt war es natürlich auch. Eisschollen trieben auf dem grünen Wasser, schneebedeckte Berge umrahmten die Kulisse und stiegen neben dem Schiff steil aus dem Wasser, während das Gletschereis blau schimmerte. Traumhaft! Magisch! Muss man erlebt haben. Ein wenig habe ich versucht, die Atmosphäre einzufangen, aber Bilder können das kaum vermitteln, was wir da erlebten.

Jetzt geht es weiter Richtung Westen. In zwei Tagen sind wir auf Robinson Crusoe Island, wo ich mal versuchen werde, ob dies tatsächlich die Insel oder die Vorlage zumindest für den gleichnamigen Roman war. Und wenig später sind wir schon bei Rapa Nui, wo wir leider tendern müssen. Aber dies wird noch mal ein Highlight werden, auf das ich mich riesig freue!

San Antonio, Chile

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