21.11.2018 um 15:00 uhr

Rapa Nui,  die Osterinseln, Chile

Heute hatte ich einen wirklich guten Grund, um an Land zu gehen! Nicht nur, dass wir nach 4 Seetagen endlich auf den Osterinseln angekommen sind und ich mir einen weiteren kleinen Traum erfüllen konnte, es gab noch einen weiteren Grund. Zahnarzt! Dem Pechvogel, der ich bin, ist ein Stück Füllung von einem Gummibärchen raus gehauen worden. Und das mitten im Stillen Ozean,  irgendwo im nirgendwo! Mal wieder typisch. Ich also ab zum Zahnarzt. Allerdings war ich nicht allein, ein weiterer Gast hatte ebenfalls eine Verabredung mit ihm. Während bei mir allerdings nur repariert wurde, hat man bei ihm aber gleich das Übel mit der Wurzel raus genommen, dem armen Kerl. Aber er trug es mit Fassung und hat nicht geweint!

Nach diesem leidigen Pflichttermin konnte ich dann doch noch schnell die Schönheiten der Insel bewundern. Es gibt einen Kinofilm über Rapa Nui,  nur daher kenne ich diese exotische Insel. Und natürlich von den Berichten von Thor Heyerdahl. Der Film ist sehr nah an der Wahrheit geblieben und erzählt einiges über die Geschichte der Insel und seine ursprüngliche Bevölkerung. Vor Jahren hat er mich sehr beeindruckt. Und nun stehe ich selbst hier, fast an den originalen Schauplätzen und erlebe die nun wirklich eher polynesische Kultur, obwohl sie ja politisch gesehen noch zu Chile gehört. Es ist so fremdartig, exotisch, so bunt, so anders, aber sehr faszinierend! Ich bin ein wenig an den Klippen am Ufer entlang spaziert, bis ich eine Gruppe Moai entdeckte. Dieses Foto wollte ich unbedingt haben. Diese steinernen Kolosse, über 800 gibt es noch, die aber alle ins Innere der Insel blicken. Die meisten stehen auf Zeremonialplattformen, doch die Geschichte hinter den Figuren hat man bis heute nicht entdecken können. Übrigens gibt es mittlerweile wieder Palmen auf der Insel. Vor 500 Jahren war sie komplett abgeholzt, zu diesem Zeitpunkt,  so vermutet man, ging auch die ursprüngliche Kultur hier fast zugrunde. Jedenfalls stehen heute noch einige und ich stand neben ihnen! Der Weg war nicht ganz einfach, denn die Insel ist eindeutig vulkanischen Ursprungs. Überall sieht man Basalt, die Klippen sind sehr zerklüftet und unsere Tenderboote müssen wegen der Untiefen einen weiten Bogen fahren, um an das Ufer zu kommen. Aber es ist sehr warm, ab sofort geht’s nur noch in kurzen Hosen raus! Überall sieht man Restaurants und Tauchschulen. Der Tourismus nimmt hier stetig zu, obwohl die Insel so weit ab liegt, auf der Hälfte zwischen Chile und Tahiti. Das wird das nächste Ziel!

 

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