22.3.2015 um 14:00 uhr

Le Havre, Frankreich

Was für eine Stadt! So unschön! Um nicht zu sagen, häßlich. Hauptsächlich liegt das daran, das Le Havre im zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört wurde und dann komplett wieder aufgebaut wurde. Allerdings wurde fast alles mit Beton aufgebaut, was sicherlich damals einfach und billig war, aber auch ausgesprochen häßlich anzusehen ist. Erst recht, wenn es das gesamte Stadtbild prägt. Auch wenn es viele breite Boulevards und große offene Plätze gibt, merkt man doch schnell, das die Stadt dann am Reißbrett geplant wurde. Es gibt wirklich nicht viel zu sehen. Einige Museen (Naturgeschichte, Seefahrt und Hafengeschichte), viele durchaus nette kleine Cafes, Pattisserien und Chocolaterien und einige Geschäfte zum shoppen.
Sehenswert ist noch die Kirche Notre Dame, die aufwändig restauriert wurde, die allerdings für die Region auch recht kompakt und fast schon trutzig wirkt. Bei französischen Kirchen stellt man sich doch eher filigrane Steinmetzkunst, bunte Bleiglasfenster und schlanke hohe Säulen vor. All das fehlt hier. Vielleicht versucht daher die zweite Kirche der Stadt, die St.Josephs-Kirche, all das wett zu machen. Nur ist sie aus Stahlbeton gebaut, wirkt dadurch sehr modern, besitzt aber einen 92 m hohen achteckigen Glockenturm. Irgendwie werd ich damit aber auch nicht so richtig warm. Vielleicht bietet das 20 km entfernte Honfleur da doch die bessere Alternative als Ausflugsziel.

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St.Josephs-Kirche in Le Havre

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