27.3.2019 um 17:00 uhr

Berlin – Tokyo

Und schon wieder bin ich unterwegs. Nicht mit Aida, nicht im Job, sondern wieder privat. Da aber auch diese Reise wieder sehr interessant, ungewöhnlich, fast sogar exotisch werden wird, werde ich auch diesmal wieder versuchen, meine Erlebnisse zu notieren.

Nun geht es los. Die erste Etappe führte mich erstmal nach Berlin zu meiner ehemaligen Kollegin Stephi, mit der ich diese Reise Unternehmen werde. Wir hatten uns vor fast Jahren bei Aida kennengelernt. Allerdings arbeitet sie seit 2 Jahren nicht mehr in der Firma. Zum Glück haben wir uns nie ganz aus den Augen verloren. Also fuhr ich erstmal zu ihr nach Berlin, von wo aus die große Reise starten sollte. Der Anfang war relativ einfach. Wir fuhren nach Tegel, checkten ein und flogen erstmal nach Warschau. Wir flogen nämlich mit einer polnischen Airline, die aber gar nicht so schlecht ist. Dort hatten wir etwas Aufenthalt, für’s Mittagessen hat’s gereicht, bevor wir um kurz vor 3 nachmittags endlich abhoben. 9000 km weiter, quer über Russland, befinden wir uns gerade beim Landeanflug auf Tokyo. Natürlich war die halbe Nacht nicht wirklich bequem. Ständig gab es irgendwelche ungewohnten Geräusche, kleine Kinder quengelten oder die Crew versorgte uns. Frühstück gab es dann schon wieder um 23:00 Uhr, und gegen 1:00 Uhr sollen wir landen. Nach japanischer Zeit ist es aber schon um 9. An Schlaf war natürlich nicht zu denken, und der folgende Tag wird wegen des Jetlags sicher nicht einfach werden. Zumindest haben wir am Nachmittag bereits einen kleinen Spaziergang geplant. Nachdem wir vom Flughafen nach Tokyo gefahren sind und unser Hotel gefunden haben. Unser erstes Hotel wird übrigens ein Kapselhotel sein.  So eines, wo man nur kleine Kabinen bucht, um da zu schlafen. Mehr Platz ist da nicht. Aber auch grundsätzlich wird es sicher recht viel ungewöhnliches zu berichten geben, einfach weil sich diese Kultur so extrem von der unsrigen unterscheidet. Wir haben viel vor, wollen eine Menge sehen und ausprobieren. Ob wir das alles wirklich schaffen, ist eine ganz andere Frage.

Das war nur die erste Etappe

Nun sind wir endlich auch im Hotel angekommen. Es war gar nicht so einfach, den richtigen Zug nach Tokyo rein zu finden. Aber die Leute hier sind super nett, höflich und freundlich. Schließlich haben wir jemanden Wildfremden auf der Straße angesprochen, und der hat uns tatsächlich 10 min lang bis zu unserem leeren Hotel begleitet. Wirklich außerordentlich nett! Natürlich waren wir, wie nicht anders erwartet, viel zu früh beim Hotel und konnten noch nicht einchecken. Also liefen wir noch mal los bis zum nächsten öffentlichen Park, spazierten dort ein wenig herum, bewunderten die Kirschblüten, kleinen Bäche und Häuschen. Da wir allerdings 4 Stunden totschlagen mussten, ging es halt weiter bis zum World Trade Center von Tokyo, genauer gesagt in die 40. Etage zum Observation Deck, einer Aussichtsplatform. Und die Aussicht war wirklich phänomenal! Allerdings konnten wir auch nur einen kleinen Teil dieser Megacity überblicken. Immerhin ein Stück des Hafens, den Tokyo Tower, einer Nachbildung des Eiffelturms und Hunderten von Wolkenkratzern. Zusammen gingen wir noch etwas essen, und danach trennten wir uns kurz. Während Steph zurück zum Hotel ging, sah ich mir noch den buddhistischen Zojoji Tempel an. Eine ganze Anlage war das, komplett mit Schrein, Gebetshalle, großem Gong, Nebengebäuden und Hunderten von Kirschblüten. Eine wahre Pracht! Natürlich waren auch diverse kleinere Schreine da, die dann für alles mögliche zuständig waren. Ich war jedenfalls glücklich, habe meinen Frieden gefunden, die Reise glücklich überstanden und jetzt kann der Urlaub losgehen! Mal sehen, was wir heute Abend noch anstellen, jetzt erstmal werd ich kurz Augenpflege betreiben!

Zojzoji Tempel

Leave a Comment