30.3.2019 um 15:00 uhr

Auf nach Kyoto

Also mein Fazit zu Tokyo: es ist eine megagroße Stadt. Man kann in einer Woche nicht alles sehen und erleben. Wahrscheinlich reicht auch ein Jahr nicht aus. Es gibt sehr viel zu entdecken, allein schon weil sich diese Kultur so immens von der unsrigen unterscheidet. Es gibt viele moderne Gebäude mit fantastischer Architektur, aber auch einige ältere Schreine und Tempel, die eine lange Geschichte und Tradition haben. Die Natur, zumindest Richtung Fuji, ist wirklich sehr bergig. Es gibt nur wenig flaches Land, eigentlich nur in Küstennähe. Tokyo ist aber auch quirlig, modern, innovativ, mit vielen Parks und recht teuer. Vielleicht wohnten wir auch nur im falschen Stadtviertel. Auf dem Weg zu unserem Hotel mussten wir regelmäßig durch die Prachtstrasse mit sämtlichen Luxus Labels dieser Welt. Übrigens wohnten wir ja in einem Kapselhotel. Das ist wirklich etwas ganz eigenes. Kleine Kabinen, nur so groß wie ein Bett, 1,20 m breit und 1,20 m hoch. Platz für die große Reisetasche ist da nicht. Die wird hier eine Etage höher in einem Aufbewahrungsfach deponiert. Alles, was man so regelmäßig braucht, sollte man also bei haben, oder man muss viel laufen. Auch die Duschen sind leider auf der anderen Etage. Fernseher gibt es nicht. Wohl aber einen Schlaf-Kimono, der angenehm zu tragen ist. Alles für eine spontane Übernachtung wird quasi gestellt. So wird es meist auch von Backpackers oder Geschäftsleuten genutzt, die nicht mehr heim kommen. Für mich ist es eine Erfahrung. Kein Luxus, aber zweckmäßig. Und da ich eh viel unterwegs bin, ist es eine günstige Alternative.

Der Vormittag heute hat noch für einen Besuch des Asakusa Tempels im Norden der Stadt gereicht. Ich war etwa gegen 10:00 Uhr dort und kam prompt in die Rush Hour. Tausende von Touristen aus aller Herren Länder waren bereits unterwegs. Allerdings ist dieser Tempel auch ein Highlight. Erstmal ist die ganze Anlage riesig, die Gebäude gehören zu den größten des Landes, und so wird ordentlich Reibach gemacht. 30, 40, 50 Souvenir Stände haben sich vor dem Haupteingang nieder gelassen. Kennzeichnend für diesen Tempel sind aber die großen Papier Laternen. Sicher 6 Meter hoch und 3 Meter breit. Ziemlich bekannt. Bunt, laut, viel Weihrauch, aber auch Kirschbäume in voller Blüte. Also es war schön toll! Jetzt geht’s aber erstmal per Superschnellzug Shikanzen nach Kyoto!

Shikanzen Superschnellzug

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