31.1.2019 um 23:55 uhr

Honfleur, Frankreich

Die warmen Zeiten sind nun endgültig vorbei. Konnten wir noch vor wenigen Tagen im T-Shirt herum laufen, hat sich das Wetter nun rapide verschlechtert. Es ist tatsächlich Winter geworden. Heute in Honfleur waren es gerade mal 0 Grad! Und der Wind pfiff ebenfalls höchst unangenehm durch die Gassen des alten Städtchens. Heute zumindest hatte ich noch mal ausgiebig Zeit, um Honfleur zu erkunden. Dummerweise sind wir nun außerhalb der Saison und die Stadt war wie ausgestorben. Wo sich bei meinem letzten Besuch hier die Touristen gedrängelt haben, waren die Gassen nun gähnend leer. Viele Geschäfte und Restaurants hatten geschlossen, kaum ein Mensch auf der Straße. So bummelte ich nun schnellen Schrittes von einem Geschäft ins nächste, habe noch etwas Tee gekauft und bin schleunigst wieder zurück an Bord, nachdem mich einige nette Gäste vorher noch auf eine heiße Schokolade eingeladen hatten. Wie wir einliefen in den kleinen Hafen, könnte man kaum die Stadt erkennen, die nur 1,5 km entfernt war. Alles versank im Nebel. Die letzten zwei Tage schon hatten wir mit dem heftigsten Seegang seit Beginn der Weltreise zu kämpfen. Etliche Teller und Gläser gingen zu Bruch, wie sie bei der einen oder anderen Welle zu Boden gefegt wurden. Hoch und runter ging das Heck und der Bug. Normalerweise macht mir das nix aus, aber ich hatte schlecht geschlafen letzte Nacht. Ich liege falsch zur Fahrtrichtung. Nicht mit sondern quer zur Fahrtrichtung. Und das ist unangenehm und macht auf Dauer nur Kopfschmerzen. Aber wir haben es überstanden. Und ziemlich sicher war es nur ein Vorgeschmack auf das, was uns im Norden erwartet. Rauhe See, wenig Sonne und Eiseskälte! Gerüchte munkeln von minus 20 Grad und mehr bzw weniger. Tolle Aussichten!

Honfleur, Frankreich

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