6.11.2018 um 15:00 uhr

Zwischen Patagonien und Feuerland

Hier sind wir gerade. Und wie üblich in diesen Breitengraden, werden wir seit gut 2 Tagen ordentlich von einem landestypischen Sturm durchgeschüttelt. Letzte Nacht hatten wir bis zu Windstärke 11, da muss die alte Lady ganz schön kämpfen. Auch die Temperatur hat merklich nachgelassen. Konnten wir vor 2 Tagen noch fast im T-shirt herum spazieren, pfeift uns nun ein ordenlicher Wind bei 5°C um die Ohren. In der Ferne konnten wir heute auch schon die ersten schneebedeckten Berge sehen. Das Land sieht sehr karg aus, die Landschaft wild und unwirtlich, hat aber auch eine ganz eigene Schönheit. Übrigens bekamen wir im letzten Hafen Puerto Madryn noch Besuch von einer Horde Seehunden. Die machten sich mal frech über unsere Bugnase her, sonnten sich und ließen sich von uns aufgeregten Zuschauern gar nicht stören. Leider kam ich nicht wirklich an Land, bis auf die paar Minuten, um die Tiere zu fotografieren. Aber ich war so hundemüde und die Stadt so weit weg, 20 Minuten per Shuttle Bus, da hab ich freiwillig mal auf einen Ausflug verzichtet. Vielleicht geht’s dann morgen richtig an Land. Eigentlich sollen wir heute gegen 22 Uhr im Hafen von Ushuaia, der südlichsten Stadt des südamerikanischen Kontinents, ankommen. Aber mal sehen, wieviel Zeit uns der Sturm kostet. Leider geht’s dann morgen auch schon wieder recht früh weiter. Aber so lange ich wenigstens das Hard Rock Cafe erreiche, passt das schon. Das wäre natürlich toll und ein kleines Highlight. Nun versuche ich mal noch bei dem Geschaukel etwas zu schlafen. Letzte Nacht wurde ich unsanft von der Brücke geweckt, weil sich ein Tellerwagen auf der Terrasse gelöst hat und dort unkontrolliert einen flotten Tango hinlegte. Also musste ich hoch und den Kerl an die Leine legen. Dabei war das noch nicht mal meine Schuld! Aber ich Dummerle bin halt ans Telefon gegangen. Um 4:20 Uhr!

 

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