7.9.14 um 12:00 uhr

Heim

Wieder zu Hause. Es ist komisch, unwirklich, etwas strange und surreal. Dieses Gefühl begann bereits in den letzten Stunden auf dem Schiff. Man ist drauf und dran, das Schiff zu verlassen. Die Stunden und Minuten brechen in kleinen und großen Brocken von der Zeit ab. Man sieht die Kollegen, die unbeirrt ihrem Job nachgehen. Und der eigene Job hat plötzlich ein Ende. Nachdem man 6 Monate fast niemals wirklich „off duty“ war. (Und es ist erschreckend, wie viele englische Wörter und Redewendungen sich im eigenen deutschen Sprachgebrauch eingebrannt haben!)

Einige wenige Kollegen, die keinen Dienst hatten, kamen, um sich zu verabschieden (ich hatte ja gemeinsam mit Nina, der Shop Managerin pick up), einige habe ich vergessen… Aber man sieht sich auf AIDA immer drei mal! Ständig steigt jemand auf und ab, die Crew wechselt fast so oft wie die Gäste. Und dann saß ich im Bus zum Flughafen. Und der Kloß im Hals wanderte langsam Richtung Magen und blieb dort wie ein Stein. Merkwürdigerweise hatte er in dieser Region noch leichten Einfluss auf die Tränendrüsen im Gesicht… Es war ein wirklich merkwürdiges Gefühl, das „zu Hause“ hinter sich zu lassen und dem neuen/alten zu Hause entgegen zu fahren.

Die Heimfahrt selbst war nicht schwierig. Die Tickets waren alle hinterlegt, die Zeiten angenehm, auch wenn ich in Frankfurt umsteigen musste. Einen kleinen Schock bekam ich erst nach der Landung in Halle. Leicht geschafft kam ich aus dem Terminal nachts um halb zwölf und sah… nix. Nichts und niemanden! Keiner da! No one, um mich abzuholen?! Okay, dachte ich, das ist stark. Was machst Du jetzt? Hinsetzen, eine Zigarette rauchen und nachdenken… Zum Glück kam die Familie nach 10 min doch noch um die Ecke. Das leidige Parkplatzproblem… Kenne ich ja so gar nicht mehr! Parkplatz! Ich fuhr seit Monaten mit einem Kreuzfahrtschiff!

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Ende

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1 Comment on “7.9.14 um 12:00 uhr”

  • Sorry, wir haben heute erst in den Blog geschaut. Da ist ja noch was!
    Wir sind froh, dass Du wieder da bist. An das Parkplatz-Problem wirst Du Dich ganz schnell wieder gewöhnen. Bis dahin holen Dich auch ganz schnell alle anderen profanen Problemchen wieder ein.
    Ich hoffe, Du gibst allen Blog Fans noch einen Ausblick, wie es bei Dir weitergeht. Immerhin hat es uns auch Spaß gemacht, Deinen Abenteuern zu folgen.
    Tschüss

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