Zwei volle Tage hat die Fahrt gedauert von Schottland bis nach Island. Zwei Tage lang durch eisigen Wind, 5 Meter hohen Wellen und tief-dunklen Wolken. Die Fahrt war ziemlich ruppig und der Sturm erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Die Oberdecks waren alle gesperrt, da konnte man sich nicht mehr auf den Beinen halten. Geschwankt hat es eigentlich nicht so sehr, denn der Wind kam direkt von vorne, doch auf dem Meer türmten sich die Wellen mit weißen Schaumkronen. Es war einfach nur ein echt fieses Wetter. Doch wir haben es sozusagen abgewettert. Heute scheint Klärchen wieder, als ob nix gewesen wäre. Wir sind an der Nordküste der isländischen Insel in einem schützenden Fjord. Der Liegeplatz ist ein Stück weiter weg von dem, wo ich stets mit der Aida lag, doch immernoch in der Nähe der kleinen Stadt. 15 Minuten zu Fuß, und man steht in der City, sofern sie den Namen verdient. Viel geändert hat sich nichts seit meinem letzten Besuch hier. Die Kälte hat wohl alles konserviert. Die Läden sind die Gleichen, die Wege sind die Gleichen, nur die Preise sind wohl gestiegen. Es gibt einige Souvenir-Läden und einige Klamotten-Läden mit typisch isländischen Wollpullovern oder Outdoor Equipment. Alles zu großen Preisen. Salz in allen Farben, mal als Vulkan Salz, mal als Lava Salz. 100 g für 13€. Beim Tee sieht’s ähnlich aus: für 10 Teebeutel 14€. Und wir sind noch nicht mal in der Hauptstadt Reykjavik. Da geht’s morgen hin inklusive 2 Nächten sogar. Also für heute ist außer Spesen nix gewesen.

