Und schon wieder ein neuer Hafen für mich. Wir sind in Portland, etwa in der Mitte der Jurassic Coast an der Südküste Englands, in der Nähe von Dorset. Wir liegen an der kleinen Halbinsel von Portland an der Pier. Rechts und Links ziehen sich über dutzende von Kilometern ewig lange Kalksteinstrände und Steilküsten hin. Vor 250 Millionen Jahren waren hier die Subtropen, später dann Sümpfe und flache Meere. So bildete sich eine meterdicke Kalksteinschicht. Heute findet man an den Stränden immer wieder versteinerte Abdrücke von Tieren und Pflanzen, Anemonen und den Nautilus. Berühmt wurde die Insel durch eben diesen Kalkstein und Marmor, den man heute unter anderem an der St. Pauls Kathedrale in London bewundern kann. Sehr heller, mit feinen Adern durchzogener Marmor von hoher Qualität. Ich fuhr per Shuttle Bus auf das Festland ins kleine Städtchen Weymouth, deren lange Sandstrände von Einheimischen und Touristen überlaufen war. Neben uns lang außerdem die kleine Norwegian Sky, was die Sache nicht viel besser machte. Das Wetter war aber auch wieder schön heute. Es wurde richtiggehend heiß in der Sonne. Kein Wunder, daß bei dem milden Klima hier an der Südküste Palmen am Straßenrand gedeihen. Viele, viele der üblichen Strandshops und Bars bzw. Pubs sowie ein kleiner Jahrmarkt bildete die Kulisse zum Strand. Nebenbei konnte man sich auch ein kleines Sportauto, einen Lotus, mieten und eine Spritztour unternehmen. Oder man machte eine Rundfahrt mit einem der vielen Kutter an der Küste entlang und ließ sich von den Wellen durchschaukeln. Alles in allem war das Städtchen zwar klein, aber sehr bunt und viel zu voll. Aber der Landgang tat wirklich gut. Nun ist die Tour fast zu Ende. Morgen geht’s nochmal nach Southampton, was ich aber wohl ausfallen lassen werde, denn ich komme in diesem Sommer noch mindestens zwei Mal hin. Und nach einem weiteren Seetag sind wir schon wieder zurück in Hamburg. Vielleicht diesmal ja am neuen City Center…

